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Wie üblich am
vorletzten Augustwochenende fand auch diesmal die Glückstädter
Stadtmeisterschaft statt. Die Beteiligung war mit 52 Teilnehmern
die geringste seit Jahren, aber dennoch nicht schlecht.
Was lässt sich
sonst über das Turnier sagen?
· Spiellokal:
Mit dem Wasmer-Palais haben die Organisatoren ein
außergewöhnliches Spiellokal gefunden.
- Preise: Neben 6
Hauptpreisen und zwei Sonderpreisen (bester Jugendlicher, beste
Dame) gibt es für alle Teilnehmer, die keinen Geldpreis
gewinnen, einen Sachpreis. Da es sich bei den Sachpreisen um
Spenden Glückstädter Geschäftsleute handelt, kann man schon etwa
abschätzen, welcher Aufwand allein hinter dem Auftreiben der
Sachpreise steckt.
- Material: Während die
Plastikbretter und die Figuren als einfach, aber ausreichend
beschrieben werden können, ist es bei den Uhren in Zeitnot reine
Glückssache, ob man die Restzeit richtig abschätzt (deshalb auch
Glückstadt?).
- Besetzung: In diesem Jahr
reichte das DWZ-Spektrum von 2350 bis 1000, so dass jeder damit
rechnen konnte, im Laufe des Turniers auf Gegner seines Kalibers
zu treffen. Nur die Preisgeldjäger wurden möglicherweise durch
die zweitägige Austragung, möglicherweise durch das Fehlen von
Ratingpreisen abgeschreckt. Vermisst hat diese aber wohl keiner.
- Turnierverlauf: Oliver
Zierke gelang ein glatter Durchmarsch; nach 6½/7 (darf ich
erwähnen, gegen wen er das Remis abgegeben hat?) konnte er mit
zwei Kurzremisen den Turniersieg unter Dach und Fach bringen.
Von seinen fünf Verfolgern mit 6½ Punkten hielten sich Uwe
Bokelbrink, Johnny Kjetsae, Michael Ehrke und Frank Bracker
beständig vorne auf, während der Sechste Hauke Maag mit einer
Niederlage in der zweiten Runde und einem Remis in der vierten
Runde (kommt
das jemandem bekannt vor?) ein Schweizer Gambit hinlegte,
das er immerhin mit einem Sieg gegen Dusan Nedic krönte. Meine 6
Punkte inklusive guter Wertung reichten daher nur zum siebten
Platz; und bei der Verlosung der Sachpreise gewann ich den
Preis, den Jonathan im Vorjahr vergeblich von Matthias gefordert
hatte: eine Flasche Sekt
Holger Hebbinghaus
(12.09.2009) |