HMM 2001
Königsspringer 8 - Marmstorf 3 1½:6½
Freitag, den 19.01.2001
Gesamtschule Niendorf, Paul-Sorge Str. 133
Spielbericht - Überzeugendes 6,5:1,5 – SKM 3 erfolgreichste Marmstorfer Mannschaft:

Die erste (wirkliche) Bewährungsprobe der dritten Mannschaft war ein voller Erfolg auf ganzer Linie. Die 8. Mannschaft von Königsspringer wurde mit 6,5:1,5 nach Hause geschickt. Damit ist die Dritte z. Zt. das erfolgreichste Marmstorfer Team mit erst 1,5 abgegebenen Brettpunkten. Das kann sich wahrlich sehen lassen für eine neuformierte Mannschaft, die ohne Ambitionen in die neue Saison gestartet ist.

Doch nun zur Chronologie: Die Stammbesetzung der Mannschaft konnte auch diesmal nicht antreten (wir waren also diesmal sozusagen "ersatzgeschwächt"), da Ernst-August (Brett 1) nicht dabei war und auch Michael (Brett 2) und Susanne Peschke (Brett 8) unserem Team leider nicht zur Verfügung standen. Es zeichnet die Marmstorfer allerdings aus, eine gute Ersatzbank in Petto zu haben (ein Plus, welches übrigens nach allgemeiner Meinung in der letzten Saison den FC Bayern München zum deutschen Fußballmeister gemacht hat ...). Wolfgang war sofort bereit zu spielen und mit Detlef Tiefenbach haben wir dank KJ einen ehemals aktiven Marmstorfer für unser Team zurückgewinnen können. Detlef und Sebastian Müller sei hier an dieser Stelle besonders gedankt, da sie recht kurzfristig zusagen konnten. Mit Detlef hat Marmstorf glaube ich einen sehr guten Fang gemacht, da er bei seinem ersten Einsatz einschlug wie eine Bombe (siehe später) und uns hoffentlich noch das eine oder andere Mal aus der (personellen) Patsche helfen kann.

Wir traten also mit folgender Mannschaft an: J. Thies, J. Niemann, H. Krüger, S. Müller, B. Müller, H.-H. Hain, W. Sachtler und D. Tiefenbach. Alle Gegner waren auch rechtzeitig vor Ort, bis auf Bodos Spielpartner, der sich etwa eine dreiviertel Stunde Zeit ließ!

Wolfgang beendete am Brett 7 seine Partie als erster mit Remis. Mir erschien seine Stellung doch noch recht aussichtsreich, zumal er einen Freibauern auf der A-Linie hatte. Zum Glück war der Ausgang des Mannschaftskampfes nicht wirklich knapp, so dass der halbe Punkt uns am Ende nicht fehlte! Detlef erwies sich an Brett 8 als wagemutiger Opferspieler, der seinen (zugegebenermaßen sehr jungen) Gegner recht schnell in die Enge trieb, den gegnerischen König über das Brett jagte, um ihn dann am Rande sehenswert matt zu setzen. Ein toller (Wieder-) Einstand für Marmstorf (auch für die zweite ein sehr interessanter Kandidat)!! Auch Hans-Herbert konnte an Brett 6 überzeugen. Aus einer recht gedrängten Stellung mit am Ende einem Bauer weniger erreichte er noch ein Remis. Eine tolle kämpferische Leistung und hoffentlich für Hannes eine Motivation. Leider wird er am nächsten Heimkampf gegen die Schachelschweine nicht teilnehmen können. Hoffentlich konserviert er seine gute Form bis zum nächsten Einsatz. Das Zwischenergebnis nach etwas mehr als einer Stunde war also recht hoffnungsvoll 2:1 für uns. Inzwischen war auch die Partie von Bodo an Brett 5 in vollem Gange. Ein Blick auf sein Brett zeigte eine doch klar bessere Stellung. Der Spruch "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" hat also nicht nur in der Politik seine Richtigkeit, sondern auch im Schach (wenn man auch sagen muss, dass hier nicht das Leben, sondern Bodo seinen Gegner bestraft hat). Am Ende siegte Bodo dann ganz locker durch ein sehr kraftvolles Angriffsspiel, dem sein Gegner dann nicht mehr gewachsen war. Sebastian fertigte an Brett 4 seinen Gegner letztlich mit ruhigem Spiel ab. Aus einer optisch etwas bedrängt wirkenden Stellung konnte er sich befreien, eine Linie für eine Schwerfigur öffnen und dem gegnerischen König auf der Grundlinie das Leben aushauchen. Ich denke, dass Sebastian eine sichere Bank für SKM 3 werden wird. Meine Partie an Brett 2 verlief (leider) recht einseitig. Nach 7 Zügen hatte ich schon einen Mehrbauern und mein Gegner schon deutlich weniger Bedenkzeit auf der Uhr. In der Folge konnte ich mein Spiel ungehindert aufziehen, die Figuren gut stellen, um dann im Zentrum meine Bauern mit Gabeldrohung loslaufen zu lassen. Ein Springerzug in des Gegners Eingeweide drohte den zweiten Bauern zu gewinnen, worauf er dann doch etwas überraschend aufgab. Am Ende hatte er für die noch verbliebenen 22 Züge weniger als eine halbe Stunde Zeit!! Ich hätte wohl in jedem Fall auf Zeit gewonnen. Die letzten beiden Partien, die bei einem Zwischenstand von 5:1 noch liefen, waren die von Jörg (Brett 1) und unserem erfahrensten Spieler, nämlich Heinz an Brett 3. Heinz spielte eine sehr kluge Partie. Sein Gegner musste einen schwachen E-Bauern hinnehmen, welcher fortan ein dankbares Ziel für Heinz Schwerfiguren war. Verdoppelte Türme in der E-Linie erzeugten so einen Druck, dass der Gegner schließlich noch die Qualität verlor und in Zeitnot mit zweifelhaftem Opfer Heinz den Sieg brachte. Schöne Leistung!!

Bei Jörg muss ich mich wohl entschuldigen. Sein Gegner bot ihm relativ früh Remis an, in einer Stellung, die für ihn eigentlich besser zu sein schien. Jörg fühlte sich mit seinem Spiel erkennbar unwohl und fragte mich, ob er das Remisangebot annehmen solle. Da ich großes Vertrauen in die spielerischen Qualitäten von Jörg habe und außerdem Wolfgang auch schon früh remisiert hatte, riet ich Jörg weiter zu spielen (man weiß ja nie, ob der halbe Punkt nicht am Ende noch fehlen wird?!). Ein Fehler, wie ich im Nachhinein feststellen musste. Jörg geriet sehr schnell in eine kritische Stellung mit deutlichem materiellen Nachteil (ich glaube zwei Qualitäten und Bauern weniger?!). Am Ende allerdings rechtfertigte Jörg mein Vertrauen doch noch, indem er ein Remis erkämpfte, was seinem Gegner deutlich stark missfiel. Diese Partie war die mit Abstand längste und wohl auch abwechslungsreichste des Abends. Jörg (und der Mannschaftsführer natürlich auch) waren auf jeden Fall heilfroh, ohne Niederlage geblieben zu sein. Das Endergebnis stand mit 6,5:1,5 um ca. 23.15 Uhr somit fest.

Insgesamt muss ich sagen, eine überzeugende Leistung der Mannschaft, bei der auch ein wenig Glück (siehe die Partie von Jörg) im Spiel war. Aber Glück hat bekanntlich ja nur der Tüchtige ....

Am Ende möchte ich noch zwei Mitgliedern der ersten Mannschaft für ihr überraschendes Auftauchen am Spielort danken. Klaus-Jürgen und Michael haben uns klasse unterstützt und uns moralisch den Rücken gestärkt. Michael gab dem Mannschaftsführer dann noch eine kleine Nachhilfe in Sachen Schiedsrichterregelung, wofür er sich herzlich bedankt. Das Auftauchen zweier Hochkaräter aus Marmstorfs erster Mannschaft bei einem Auswärtsspiel der Dritten kann ruhig Schule machen, dann werden wir sicher noch den einen oder anderen Auswärtskampf gewinnen (Dank de luxe von der gesamten 3. Mannschaft an die beiden ...).

(JN, 28.01.2001)


Ergebnis
(DW-Zahlen in Klammern) 

 

Königsspringer 8 - SK Marmstorf 3 1½:6½
Roman Jung (1631) - J. Thies ½ : ½
Jens Prottengeier (1616)  - J. Niemann 0 : 1
Tilo Huenke (1466) - H. Krüger 0 : 1
Martin Bierwald (1378) - S. Müller 0 : 1
Melchior Wendel (1335) - B. Müller 0 : 1
Sebastian Bierwald (1317) - H.-H. Hain ½ : ½
Immo Huismann - W. Sachtler ½ : ½
Justus Streich - Detlef Tiefenbach 0 : 1

    

 


Noch kein Spiel unserer Dritten gegen Mannschaften von Königsspringer 

 

 


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