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HMM 2002
Marmstorf 2 - Blankenese 4½:3½
Freitag, den 08.02.02
Geschäftsstelle des SV Grün-Weiss Harburg

Spielbericht - Glücklicher Sieg gegen Blankenese

Hauchdünn ging es im zweiten Heimkampf gegen Blankenese zu. Sollten wir bei unseren Heimkämpfen in dieser Saison weiterhin mit so viel Glück verwöhnt werden, dann ist noch einiges möglich.

Anfang und Ende des Kampfes hatten ein Zusammenspiel, wie es glücklicher nicht hätte verlaufen können. Jörg war der Erste, der zu mir kam und fragte, ob er das Remisangebot seines Gegners annehmen könne. Er selbst hätte es wohl gerne getan, aber ich musste ihm davon abraten, denn ich selbst stand bereits auf Verlust und Jörg muss sich abgewöhnen zu früh Remis zu machen, weil er zum einen keine Erfahrungen sammeln kann und zum anderen stärker als sein Gegner war. Also spielte Jörg mit angezogener Handbremse weiter.

Nach knapp mehr als zwei Stunden lagen wir mit 0:1 zurück.

Meine Partieanlage war bis zum 11. Zug nicht zu beanstanden. Dann lief ich in eine Eröffnungsfalle, die mir zwar bekannt war, aber in dieser Phase nicht mehr erwartet hatte. Meine Idee des Damenfangs auf der e-Linie erwies sich als Trugschluss. Dann wollte ich eigentlich „nur“ die Qualität geben, aber dafür war dann keine Zeit mehr, sodass mein Gegenüber zufrieden mit einem Turm mehr nach Hause gehen konnte.

Mir fiel in der häuslichen Analyse als schwacher Trost auf, dass auf derartige Gemeinheiten auch schon Karpow, Hübner, etc. reingefallen sind. Ersterer rettete seine Partie allerdings noch in's Remis.

Dann zeigte Heinz, der als Ersatz für den fehlenden Claus nachgerückt war, dass sein Einsatz ein Volltreffer für diesen Kampf war.

Mit stoischer Ruhe erspielte er sich eine druckvolle Position und sein Gegner meinte dann gierig einen Bauern fressen zu können. Die Einladung von Heinz hatte allerdings den fiesen Hintergrund einer Springergabel auf Dame und König. Daraufhin gab der Spieler aus Blankenese sofort auf. Das war eine reife Leistung von Heinz, der mit diesem Kampf seinen 276. Mannschaftskampf für Marmstorf absolvierte.

Gerhard führte den SKM mit seinem Sieg zum 2:1.

In einer Partie mit den weißen Steinen konnte Gerhard bereits in der Eröffnung mit einem Mehrbauern aufwarten. Danach suchte er den Gewinn, den sein Gegner mit allen Mitteln verhindern wollte. Nachdem die Türme getauscht waren und sich beide Parteien mit jeweils einem Springer + etlichen Bauern für das Endspiel rüsteten, verließ den Spieler aus Blankenese die Kenntnisse der Grundrechenarten. Einmal die Felder des Freibauern bis zur Grundlinie durchgezählt und schwupps den Springer wagemutig zum Schach gespielt und dann weiter mit dem Bauern voran. Gerhard nahm´s gelassen und dann den Springer, um festzustellen, dass der König im Quadrat war. So einfach ist Schach.

Sebastian, der bereits seit dem Mittelspiel durch starken Königsangriff eine Figur mehr besaß, führte seine Partie sicher zum Gewinn. Die doppelte Belastung durch Mannschaftskämpfe am Freitag und Leistungsklasse am Samstag scheint er recht gut zu verkraften. Die nächsten Wochen hat er freitags dann endlich mal frei und kann sich dann auf die HJET konzentrieren.

Eine 3:1 Führung schien ein guter Grundstein zu sein, aber auf den Brettern zeigte sich, dass es zu einem Sieg wohl nicht mehr reichen würde. Ein 4:4 bahnte sich an und mit diese Ergebnis wäre der Kampf wohl auch gerechtfertigt beendet gewesen.

Michael kam zu mir und erklärte, dass seine Partie remis wird, er aber noch weiter spielen wird. Lutz war in hoher Zeitnot, aber optisch besserer Stellung und Jörg hatte nach der Ablehnung des Remis zu zaghaft agiert. Unser Geburtstagskind an Brett 1 wurde nach und nach eingepackt.

Björn war es dann auch, der einen neuen Spielstand herbeiführte. In seiner Partie war es für ihn mit Schwarz schwer sich dem aktiven Spiel des Weißen zu wehren. Es gab auch keinen Geburtstagsbonus und so erwarteten Björn auf der 7. Reihe unangenehme Überraschungen in Form von Turm und Springer.

In dieser Partie war, im Gegensatz zu den beiden vorherigen Kämpfe der zweiten Mannschaft, nichts drin.

Als sich die Lage zuspitzte, Lutz bei mir gestikulierend ein Remisangebot erfragte, entschied ich mich Blankenese an den Brettern 4 und 7 Remis im Doppelpack anzubieten. An Brett 7 war die Entscheidung just in diesem Augenblick von beiden Spielern erfolgt, als auch Lutz seine Partie mit einem Remis abschließen konnte. Damit stand es 4:3 für uns.

Michael hatte sich in der Eröffnung den Luxus eines Bauerngeschenkes erlaubt. Danach suchte er nach dem Ausgleich, den er später auch fand. Mehr war nach diesem misslungenen Start nicht möglich.

Lutz entwickelte gute Ideen und hatte wohl auch die bessere Stellung, aber die wesentlich schlechtere Zeit. Selbst wenn er die erste Zeitkontrolle einigermaßen überlebt hätte, so hätte er mit einer halben Stunde gegen 1:15 spielen müssen und Karl Joecks ist kein Gegner, den man einfach überspielen kann.

Jörgs Partie sah, mit inzwischen zwei Minusbauern, nicht mehr so aus, als ob man diese weiter verfolgen wollte. Vielleicht entfernten sich daher einige Kiebitze, um am Ende der Partie sich verwundert die Augen zu reiben.

Jörg machte alles richtig, sein Gegner ließ mehrere Möglichkeiten des Sieges aus und musste sich am Ende nicht wundern, dass sein Randbauer auf der 6. Reihe in dem Endspiel K+T nicht zu verwerten war, weil er einfach keinen Plan hatte. Damit nicht genug ließ er den Turmtausch zu, der zu der Position schwarzer König auf g8, weißer König auf f6 und weißer Freibauer auf g7 mit Weiß am Zuge führte, was hinlänglich als ausgeglichene Position bekannt ist. Mit viel Dusel zum Remis und damit zum 4,5:3,5 Sieg.

 

 Das entscheidende Remis von Jörg Thies.

(Stephan Barz/10.02.2002)

 


Ergebnis

 

Undritz - Urban (1994) 0  :  1
Dahle - Kraft (1876) 1  :  0
Barz - Andersen (1868) 0  :  1
Meyer - Joecks, K (1861) ½ : ½
Thies - Frenzel (1730) ½ : ½
Müller, S. - Schrecke (1620) 1  :  0
Hohlbein - Hashm (ohne) ½ : ½
Krüger - Dr. Ziehm (1582) 1  :  0

 


So lief es für unsere Zweite seit 1974 gegen Blankenese

1980

2. Kreiskl.

Blankenese 5

6,5

1,5


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