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HMM 2002
Marmstorf 3 - NTSV 2
4½:3½
Freitag, den 18.01.02
Geschäftsstelle des  SV Grün-Weiss Harburg

Spielbericht

Eine knappe Niederlage gegen einen Aufstiegsfavoriten in unserer Klasse.

Nach der sehr deutlichen (und verdienten) Niederlage gegen ETSV 2 in der ersten Runde, war am 18.01. mit der zweiten Mannschaft von NTSV ein weiterer heißer Aufstiegskandidat in unserer Klasse unser Gegner. Mit einem soliden 1700er-DWZ-Schnitt schien für uns nicht viel zu holen zu sein. Das es am Ende doch ziemlich knapp wurde, erwartete wohl keiner wirklich. Grund hierfür war wohl, daß einerseits NTSV ein wenig ersatzgeschwächt angetreten war (der nominell stärkste Spieler am 3. Brett fehlte), andererseits aber an den ersten 3 Brettern immerhin (unerwartete ?) 2 Punkte eingefahren wurden. An den Brettern 4 bis 6 gab es für uns leider nichts zu ernten, obwohl ein Punkt zumindest drin gewesen wäre. Die letzten beiden Bretter steuerten dann noch mal 1,5 Brettpunkte bei. Doch nun zu den einzelnen Spielen:

Heinz spielten bei seinem zweiten Einsatz am Brett 1 zunächst gewohnt solide und sicher. Nach einer Stunde war alles noch sehr ausgeglichen. Später fluchte Heinz dann mal: “So’n Mist, eine Sekunde mal nicht aufgepasst ...“. Was genau geschehen war, konnte ich leider nicht sehen, aber am Ende musste Heinz die Überlegenheit seines Gegners wohl anerkennen.

Michael an Brett zwei hatte seinen ersten Einsatz in dieser Saison. Mit den weißen Steinen erreichte er eine optisch überlegene Stellung, die allerdings lange materiell ausgeglichen war. Später erreichte er einen Freibauern im Zentrum, der es bis auf die 7. Reihe schaffte und letztlich die Partie entschied. Michael hat mit dieser starken Leistung bewiesen, wie wertvoll er für die Mannschaft ist. Umso trauriger ist es, dass er für das nächste Spiel wohl leider wieder absagen muß?!

In meiner Partie habe ich es als Schwarzer aus der Eröffnung heraus geschafft, meinen Gegner in die eigene Hälfte zu verbannen. Er konnte seinen schwarzfeldrigen Läufer lange Zeit nicht entwickeln, wodurch ich über weite Strecken quasi mit einer Mehrfigur agieren konnte. Genützt hat es allerdings nicht wirklich. Sah alles nett aus, war aber wenig durchschlagend. Dann aber unternahm mein Gegner schon in hoher Zeitnot mit seiner Dame einen Ausflug an den Königsflügel. Da meine Dame und beide Türme günstig standen, rechnete ich mir Chancen aus, die Dame erobern zu können. Wie mir später zwei Kiebitze der ersten Mannschaft einflüsterten, hätte ich wohl einen Läufer gewinnen können, was ich nicht tat (die Dame übrigens auch nicht). Nachdem dann beiderseits die Zeitkontrolle geschafft war (führte doch zu erregten Debatten bei einigen Anwesenden), verstärkte ich den Druck auf den gegnerischen König erheblich, was meinen Gegner zu verstärktem (und zeitaufwendigem) Nachdenken zwang und somit zwangsläufig in die nächste Zeitnot mündete. Mit einem Mehrbauern, aussichtsreichem Angriff am Königsflügel für mich, viel dann schließlich das gegnerische Blättchen. Damit waren zwei Punkte an den ersten 3 Brettern gerettet.

Jan-Hendrik (kurz nach einem überragenden Erfolg bei einem Qualifikationsturnier zur deutschen Amateurmeisterschaft) spielte lange Zeit gut und hatte auch eine aussichtsreiche Stellung. Seine Figuren waren gut postiert, was mich optimistisch stimmte, zumindest einen halben Punkt einplanen zu können. Allein der Blick auf die Uhr und das Partieformular von Jan-Hendrik ließ schlimmes befürchten. Die verbrauchte Zeit und die gespielten Züge standen doch in argem Missverhältnis zueinander. Und so kam es wie es kommen musste: Jan-Hendrik verlor auf Zeit.

Dieses hatte auch Auswirkungen auf die Partie von Bodo. Er hatte eigentlich eine solide und ausgeglichene Stellung. Zwischendurch fragte er mich dann, ob er Remis anbieten solle. Da wir zu diesem Zeitpunkt schon zurücklagen und wie oben erwähnt Jan-Hendrik auf Zeit zu verlieren drohte, bat ich Bodo, noch ein wenig weiter zu spielen und zu hoffen ... . Ein Fehler, wie sich später  herausstellen sollte. Bodo verlor die Partie nämlich noch im Bauernendspiel mit einem Bauern weniger. Nun gut, wer weiß, ob sein Gegner auf sein Remisangebot eingegangen wäre ...?.

Die merkwürdigste Partie allerdings spielte Ernst-August gegen den nominell stärksten Gegner an diesem Abend. Zunächst war alles ausgeglichen. Dann geriet er ein wenig in die Defensive, aus der er sich befreien konnte und schließlich einen Freibauer im Zentrum erhielt. Außerdem hatte er zwischenzeitlich eine Figur gegen einen Bauern mehr. Diesen Punkt hatte ich eigentlich schon fest für uns verbucht. Ernst-August vielleicht auch .... . Ein späterer Blick auf das Brett zeigte dann den Freibauern unmittelbar vor der Umwandlung. Was dann allerdings geschah, weiß ich nicht so genau, denn plötzlich stand Ernst-August mit einem Läufer gegen 3 gegnerische Bauern da. Man munkelte nun, dass dieses wohl remis zu halten sei, was Ernst allerdings leider nicht schaffte. Wirklich schade, ich hätte es ihm wirklich gegönnt !!

Die mit Abstand spannendste Partie des Abends aber brachte zweifellos Susanne aufs (7.) Brett. Ich glaube sie spielte als Schwarze 1. e4  Sf6. In der Folge opferte ihr Gegner zwei Figuren für den (vermeintlich) tödlichen Königsangriff und trieb Susannes König mit der Dame an den Rand. Es war danach eine ganze Zeit ziemlich eng, aber letztlich konnte Susanne sich befreien und den materiellen Vorteil zu ihren Gunsten nutzen. Eine starke Leistung ...

Am achten Brett schließlich kam Wolfgang zu seinem Einsatz in dieser Saison.  Er spielte mit Weiß eine solide Partie und konnte seinen Gegner dann in eine Springergabel locken, die ihm den Vorteil eines Qualitätsgewinns gab. Als dann auch noch ein Freibauer auf der a-Linie gebildet werden konnte, habe ich eigentlich auf Wolfgang gesetzt. Am Ende hat er dann remis gespielt, was vielleicht in der konkreten Situation des Punktestandes nicht das optimale Ergebnis war?!

Aufgrund der obigen Schilderungen der einzelnen Partieverläufe kann man wohl mit Recht sagen, dass diese knappe Niederlage ein wenig unglücklich war. Mindestens ein Unentschieden wäre hier wohl leicht möglich gewesen. Trotzdem denke ich, dass dieses eine Leistung war, auf der wir in den nächsten Spielen  aufbauen können.

(JN / 23.01.02)

 


Ergebnis

Heinz

-

Lindloff (1736)

0:1

Michael

-

Stubbe (1831)

1:0

Jens N.

-

Schaade (1754)

1:0

Jan Hendrik

-

Assmus (1783)

0:1

Bodo

-

Wanner (1747)

0:1

Ernst-August

-

Ropers (1812)

0:1

Susanne

-

Riehn (1524)

1:0

Wolfgang - Gebel (1594) ½:½

Bisher noch keine Mannschaftskämpfe einer dritten Marmstorfer Mannschaft gegen Niendorf.

Ergebnisdienst und Tabelle

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Einzelstatistik