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HMM 2002
Marmstorf 3 - Gehörlose 4½:3½
Freitag, den 15.02.02
Geschäftsstelle des  SV Grün-Weiss Harburg

Spielbericht

Erster Sieg der Dritten in dieser Saison: die Gehörlosen wurden knapp mit 4,5 : 3,5 geschlagen.

Endlich ist er da, der erste doppelte Punktgewinn der Dritten. Vier Spieltage wurden dafür benötigt. Mit 4,5 : 3,5 fiel dieser Erfolg denkbar knapp, aber insgesamt verdient aus. Durch diesen Sieg, der  trotz abermaliger nicht Bestbesetzung errungen wurde, erhalten wir uns eine kleine Chance auf den Klassenerhalt.

Matthias beendete seine Partie als erster. Es verschwanden schnell die Damen und 2 Figuren vom Brett. Die Stellung schien dann ausgeglichen zu sein. Als ich dann ein weiteres Mal auf das Brett schaute, hatte Matthias allerdings eine Qualität und einen Freibauern mehr, einen Vorteil, den er nicht mehr aus der Hand gab. Nach weniger als zwei Stunden konnten wir damit schon einen beruhigenden Vorsprung verbuchen. Ein toller Kampf von Matthias, der Lust auf mehr macht ...

Ernst-August spielte diesmal eine starke Partie, lies seinem Gegner keine Chance ihm ein Bein zu stellen. Die Punkteteilung war hier also konsequent, brachte sie uns doch mit 1,5 : 0,5 in Führung. Für Ernst August war dieses die erste Partie in dieser Saison ohne Niederlage, was mich für ihn besonders freut und mich hoffen lässt, dass bei ihm endlich der Knoten geplatzt ist und es von nun an bergauf geht !!

Als nächster war Wolfgang mit seiner Partie durch, die er mit einem Sieg beschloss. Kurz vor dem Ende war ein Turmendspiel auf dem Brett, das nicht ganz einfach zu gewinnen war. Was schließlich zum Ende geführt hat, habe ich leider nicht gesehen, ist aber auch egal, da wir nun mit beruhigenden 2,5 : 0,5 in Führung gegangen waren. Hier keimte bei mir erstmals die Hoffnung auf einen Sieg auf.

Diese Hoffnung erhielt dann allerdings einen gewissen Dämpfer, als Michael und Bodo ihren Gegnern zum Sieg gratulieren mussten. Bodo, der die vierte Partie hintereinander mit Schwarz spielen musste, spielte anfangs eine ruhige Partie mit ausgeglichener Stellung und Zeit auf der Uhr. Später stand er dann ein wenig beengt und die Zeit war auch nicht mehr so reichlich vorhanden.  In Zeitnot rannte Bodo dann  in eine tödliche Springergabel hinein, die ihn materiell entscheidend ins Hintertreffen brachte.

Michaels Partie verlief zunächst recht ausgeglichen. Im Mittelspiel konnte sein Gegner dann einen Springer stark im Zentrum postieren, der Michaels  Stellung entscheidend lähmte. Im Endspiel hatte Michael dann die Qualität weniger, dafür aber im Zentrum einen Freibauern mehr auf dem Brett. Leider verlor Michael dieses Endspiel. Damit war unser Vorsprung  leider wieder eingebüßt.

Jan Hendrik schaffte es allerdings, uns wieder in Führung zu bringen. Er spielte eine ganz starke Angriffspartie (KJ: sehr stark), in der er schon sehr schnell einen Angriff mit 2 Springern und einem Läufer auf den gegnerischen König startete. In der Folge konnte er den gegnerischen König entblößen und entscheidend in ein gewonnenes Endspiel abwickeln.

Nun war es also an Heinz und mir, den entscheidenden letzten Punkt zu machen.  Heinz hatte an diesem Abend eindeutig den mit Abstand stärksten Gegner, gegen den er allerdings eine ganze Weile gut mithalten konnte. Die Stellung war zwar nicht überragend, aber auch nicht zwingend verloren. Irgendwann muß Heinz dann einen Fehler gemacht haben, der ihn auf die Verliererstraße gebracht hat (Heinz: „Mist. Eine Sekunde nicht aufgepasst ...“). Auf jeden Fall war das Läuferendspiel wohl für ihn nicht zu gewinnen.

So war es am Ende meine Aufgabe, den Sieg sicherzustellen. Im Mittelspiel verlief die Partie für mich recht gut, und ich hatte mich innerlich schon auf eine Punkteteilung eingestellt. Das Turmendspiel war wohl auch remis, weshalb ich dieses meinem Gegner anbot. Nach kurzer Beratung mit seinem Mannschaftsführer lehnte er ab und versuchte mit einem Manöver zu gewinnen. Er öffnete ohne Not die c-Linie für meinen Turm, erlaubte mir in seine Stellung einzudringen und einen Bauern zu fressen. Danach hatte ich einen Bauern mehr, zwei Freibauern in der a- und b-Linie und gute Hoffnung zu gewinnen. Letztlich konnte ich das Endspiel mit einem Mehrbauern gewinnen, was allerdings noch eine ganze Weile und viele Züge dauerte. Sogar ein Endspiel mit König und Turm gegen König gab er nicht auf, sondern ließ mich bis unmittelbar vor dem matt um den Sieg zittern.

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit war es nun endlich vollbracht und die enttäuschende Negativserie von drei Niederlagen in Folge beendet. Besonders bemerkenswert ist, dass wir Susanne und Detlef ersetzen mussten, also wieder einmal „ersatzgeschwächt“ antreten mussten. Aber unsere Ersatzbank hat eine offensichtlich eine ähnliche Qualität wie die des FC Bayern (in seinen besten Zeiten ..). Hoffentlich ist nun der Knoten geplatzt und im nächsten Spiel fegen wir den HSK vom Brett. (JN, 19.02.02)

 


Aufstellung                                

1

Heinz -

Kwasny, Alois

1926

0 : 1

2

Michael P. -

Albert, Christoph

1747

0 : 1

3

Jens N. -

Burgau, Guenter

1622

1 : 0

4

Jan Hendrik -

Paprotny, Bernhard

1529

1 : 0

5

Bodo -

Christ, Nikolaus

1785

0 : 1

6

Ernst August -

Noerren, Gunnar

1558

½ : ½

7

Wolfgang -

Jachinski, Ronald

1517

1 : 0

8

Matthias -

Bartz, Paul

1466

1 : 0

 


 

Gegen das Team mit den wenigsten Brettpunkten in der Kreisklasse im letzten Jahr haben schon mal 1986 gewonnen.

1986

2. Kreisklasse

Gehörlose 2

6

2

 


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