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Vorbericht:
Diese Mannschaft
wurde als HSK 18 mit Christian Zickelbein am Spitzenbrett im
letzten Jahr in der Kreisliga auf den 3. Platz geführt. In
dieser Saison fehlt das erste starke Brett und auch sonst gab
es Veränderungen, die eine Wiederholung des
Vorjahresergebnisses nicht erwarten lassen.
Dennoch ist
Vorsicht geboten. Ein weiterer Heimsieg ist aber
erwartungsgemäß.
Ergebniserwartung
nach DWZ: 6 : 2
Spielbericht:
Marmstorf III 3½-4½ Hamburger SK XVI
21 Müller,S. 1 : 0 Gröning,F. 151
22 Thies,J. ½ : ½ Meder-Eggebe 152
23 Meyer,L. 0 : 1 Blank,Y. 153
24 Kolschewski 1 : 0 Schild,A. 154
25 Grove,U. 0 : 1 Grimme,M. 156
26 Dahle,G. 0 : 1 Bernhard,R. 157
27 Jark,C. 0 : 1 Hinrichs,L. 158
28 Barz,S. 1 : 0 Chevelevitch 160
Wenn wir noch etwas
stemmen wollten und als beste dritte Mannschaft der Kreisliga
ein Auge in die Bezirksliga werfen wollten, dann musste gegen
den ungeschlagenen Spitzenreiter ein Sieg her.
Aber unsere Trümpfe
stachen nicht. Vielleicht lag es auch nur daran, dass die
überwiegend junge Mannschaft des HSK durch die vielen Siege
sich ein Selbstbewußtsein erspielt hat, dem wir nicht
gewachsen waren.
Die erste Partie
war an Brett 7 entschieden. Sicherlich lag es nicht daran,
dass Claus "auf den letzten Drücker" zum Spiel erschien.
Vielmehr konnten wir hier nicht punkten, weil frühzeitig ein
Bauer verloren ging. Claus Gegner, der jetzt mit 7,5 aus 8 ein
megastarkes Ergebnis eingefahren hat, ließ sich den Punkt
nicht mehr nehmen und machte den ersten Stich.
Dann konterte
Sebastian am ersten Brett geschickt und glich zum 1:1 aus.
Solide aus der Eröffnung heraus mit den schwarzen Steinen
konnte Sebastian die Initiative an sich nehmen. Das Ende sah
ich leider nicht, aber ich bin überzeugt, dass es genauso
solide war wie die Partie bis dahin.
Irgendwann sah ich
dann Jörg mit dem Fahrrad verschwinden. Sein Spiel war mit den
weißen Steinen sehr passiv ausgerichtet. Ich sah
zwischenzeitlich sogar mal die Dame auf a1 und keine Figur
über die fünfte Reihe hinaus kommen. Das Remis gegen einen
starken Gegner, der sich seine erste DWZ in einer Richtung
2000 erspielt, mag wohl gerecht sein.
Uwe versemmelte
irgendwann einen Bauern und kam aus dem Jammertal nicht mehr
heraus. Das war vielleicht dieses Mal nur Pech oder aber ein
ähnliches suboptimales Spielverhalten wie in der letzten
Partie?
Ich konnte das
alles bis dahin nicht sehen, denn mein Gegenüber blitzte
förmlich seine Partie gegen mich. Am Ende brauchte er nur eine
halbe Stunde, während ich 2 1/4 Stunden benötigte. Die Partie
selbst war überaus unterhaltsam. Im 13. Zug erbeutete ich eine
Figur gegen drei Bauern mit dem aktiveren Spiel. Dann gab ich
eine Qualität gegen zwei Bauern. Im 42. Zug stellte ich eine
Falle auf und konnte den Turm gegen Läufer gewinnen. So blieb
nach den üblichen Tauschgeschäften ein Springer und ein Bauer
mehr übrig, was zum Sieg reichte.
Nun stand es 2,5 :
2,5 und die restlichen Partien sahen unklar aus. Zu diesem
Zeitpunkt hielt ich ein 4:4 für das möglichste Ergebnis. Als
dann aber Lutz eine Figur so sang- und klanglos einstellte,
war mir klar, dass der HSK sich zum Aufstieg in die
Bezirksliga anschickte.
Gerhard kämpfte
hart, nachdem er zuvor bereits einen Bauern und eine Stellung
mehr hatte. Auch Gerhards Gegner hat bisher einen guten Score
(7,5/8) abgeliefert, aber heute- das muss man klar sagen -
hatte er viel Glück dabei. Ein Remis, so wie es gegen Ende
scheinbar aussah, wäre durchaus gerecht gewesen. Gerhard
lehnte dies in besserer Stellung zurecht ab, um sich später
die Wunden zu lecken.
Tobias hatte die
letzte Partie zu spielen. Dabei hatte er erst lange Zeit einen
Bauern mehr und gewann dann eine Qualität offenbar auf Kosten
zweier Bauern.. Zum richtigen Zeitpunkt gab er die Qualle
zurück um sich zwei Bauern dafür zu schnappen. Da der
Mannschaftsführer des HSK, der an diesem Brett spielte, einen
Doppelbauern hatte und Tobias zwei verbundene Freibauern,
schien die Sache eindeutig. Dennoch musste Tobias noch
aufpassen, um nicht plötzlich selbst an der Wand zu stehen. Er
machte seine Sache jedoch sehr gut und holte sich den
verdienten, zu diesem Zeitpunkt leider nicht mehr wichtigen
ganzen Punkt.
Mit vier
Verlustpartien kann man einen Kampf einfach nicht gewinnen -
dieses Gesetz bleibt bestehen und wir haben es heute wieder
einmal nachhaltig unter Beweis gestellt.
(Stephan Barz,
12.06.2010)
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