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Kreisliga A 2010
Königsspringer 6 - SK Marmstorf 3

 

Vorbericht:

Den "Kracher" dieser Liga gibt es zum Saisonende im Norden Hamburgs. Mit der stärksten Mannschaft im Feld messen wir uns am letzten Spieltag. Ob die gemeldete Nummer 2 tatsächlich spielt oder sich ggf. durch einen Einsatz in der Landesliga für diese Runde "weg gespielt" hat, bleibt anzuwarten; ebenso unsere Aufstellung.

Auf jeden Fall wird es spannend und ein möglicher Gewinner des Kampfes wird auf jeden Fall in 2011 in der Bezirksliga spielen.

 

Ergebniserwartung nach DWZ:   4,5 : 3,5

 

Und das passierte tatsächlich:

 

Königsspringer VI  3½-4½  Marmstorf III     
 52  Wiltafsky,T.  1 : 0  Meyer,L.      23 
 53  Schroeter,B.  1 : 0  Grove,U.      25 
 55  Hort,M.       ½ : ½  Dahle,G.      26 
 56  Akram,S.      0 : 1  Jark,C.       27 
 57  Steinfeldt,H  - : +  Barz,S.       28 
 59  Schiffmann,A  1 : 0  Brandt,M.     29 
 77  Falk,R.       0 : 1  Peschke,S.    31 
102  Müller,H.     0 : 1  Sakel,N.      39 
 
 
Ohne drei der ersten vier Bretter zogen wir nach Schnelsen los und unsere Hoffnung auf ein gutes
Saisonende waren trotz guten Ersatzes nicht gewaltig. Denn es war zu befürchten, dass Königsspringer 
den letzten Kampf wie auch die beiden zuvor in Bestbesetzung bestreiten würde.
Umso überraschter waren wir, als
1. Das Brett 5 wegen plötzlicher Erkrankung (gute Besserung von hier aus!) leer blieb und
2. sich auch zwei Ersatzspieler in den Reihen des Gastgebers wieder fanden.
 
Dadurch, dass eine Kreisklassemannschaft parallel spielte und die andere zwei Tage zuvor, hatte
Königspringer "nur noch" die Nummern 77 und 102 aufzubieten. Somit lag das Kräfteverhältnis
völlig ungewichtig an den oberen und unteren Brettern verteilt.
Hatten wir die Oberhand an den unteren Brettern, so hatte dies Königspringer an den oberen.
 
1. Stunde:
Claus produzierte zunächst einen Doppelbauern und recht rasch einen Minusbauern.
Auch Gerhard zog es vor mit einem Doppelbauern zu starten, nur sah dies in dieser Partie
harmonischer und durchaus geplant aus.
Michael verlor frühzeitig auf f5 einen Bauern und kämpfte seit der ersten Stunde um das Remis.
Lutz kam in dieser ersten Stunde mit den weißen Steinen nicht über Reihe 4 hinaus.
Uwe hatte einen Eindringling auf e6 zugelassen, noch war aber nicht abzusehen, ob dieser 
Bauernbursche richtig weh tun konnte.
Nikolai (mit Schwarz) hatte es da einfacher: Seine Partie begann so: 1. e4 Sf6 2. Sf3 Sxe5 und 
fortan rannte sein Gegenüber dem verlorenen Material nach.
Susanne nimmt den offensiveren Weg zum Partiebeginn, kann aber noch nichts Nennenswertes ihr
Eigen nennen.
Ich konnte mit 1.) d4 gewinnen.
Stand nach der ersten Stunde: 1:0 für uns.
 
2. Stunde:
Völlig überraschend gewinnt Claus einen Turm, da sein Gegner die offene Diagonale übersieht
und den Turm ohne Kompensation einstellt. das muss der Spieler von Königsspringer erst einmal
verdauen und zieht daher noch lange weiter.
Uwe hat mit Abstand die komplizierteste. aber auch interessanteste Stellung auf dem Brett.
Gerhard's Läuferpaar dominiert auf dem Brett - er braucht derzeit nichts fürchten.
Michael verliert zunächst eine Qualität und hat aus meiner Sicht Glück, dass die Partie 
nicht gleich zu Ende geht. Da hat sein Gegner Chancen ausgelassen.
Nikolai sackt den zweiten Bauern ein und später - kurz vor Ende der zweiten Stunde - eine
ganze Figur. Das ist dann doch zu viel und die Partie geht an uns.
Susanne ist einfach besser und gewinnt. Dabei verpasst sie ein schönes Finale - macht aber nichts!
Lutz ist übrigens immer noch nicht über die 4. Reihe hinweg gekommen.
Stand nach der zweiten Stunde: 3:0 für uns
 
3. Stunde:
Uwes Gegner überlegt lange und schüttelt häufiger den Kopf - er scheint unzufrieden zu sein.
Michael kann einen Bauern gewinnen, aber er hat immer noch die Qualität weniger und muss sich 
dem Druck des Gegners erwehren.
Claus kann endlich seinen (Mehr-)Turm in's Spiel bringen und nach bereits 2,5 Stunden führen 
wir mit 4:0!
Gerhard scheint nicht den rechten Weg für einen klaren Vorteil zu finden. Sein Gegner allerdings 
auch nicht. Kurz vor Ende der dritten Stunde verliert Gerhard aber einen Bauern.
Lutz versinkt um den 16. Zug herum in ein tiefes Nachdenken. Er investiert nahezu eine 
Dreiviertelstunde in die Stellung, so dass ihm nur noch ca. 15 Minuten für 24 Züge bleiben.
Auch Uwe kämpft mit der Zeit. 
Stand nach der dritten Stunde: 4:0 für uns
 
4. Stunde:
Ein Remis aus vier Partien wird doch wohl noch kommen, oder?
Lutz hat nur noch 5 Minuten für 20 Züge. Das geht nicht gut und Lutz verliert auf Zeit.
Die Stellung war die ganze Zeit über keinesfalls von Vorteilen auf einer der beiden Seiten.
Auf Uwes brett wird abgetauscht. Was bleibt danach übrig? Uwe hat die gesündere Bauernstruktur,
aber der Eindringling befindet sich immer noch auf e6, sein Gegner steht offensiver und hat 
die bessere Zeit. 
Gerhards Läuferpaar beherrscht trotz Minusbauern das Brett. Der Bauer scheint gar keine Rolle
zu spielen. Ich habe sogar den Eindruck, dass Gerhard besser steht. Mir macht in diesem Moment
nur die Müdigkeit, die Gerhard ausstrahlt, ein wenig Kopfzerbrechen.
Michael bietet mit der besseren Zeit im Nacken Remis an. Dass dies die Stellung dennoch hergibt,
wird einige Züge später deutlich. Michael muss dem Druck nachgeben und gibt auf.
Stand nach der vierten Stunde: 4:2 für uns
 
5. Stunde:
Uwe und Gerhard haben beide einen Bauern weniger. Bei Uwe spielt dies allerdings eine entscheidende
Rolle, denn er steht passiver. Das gibt dann auch den Ausschlag - Uwe muss aufgeben.
Gerhard hat zunächst die schlechtere Zeit. Dann fällt sein junger Gegner nahezu eine Viertelstunde
in's Grübeln. Das ist sehr viel für nur noch 30 Minuten Rest bei einer Stellung in der er keinen 
Angriffspunkt besitzt. Gerhard kann immerhin auf den h-Bauern spielen. Das ihm angebotene Remis 
akzeptiert Gerhard sofort.
Stand nach 4:27 Stunden: 4,5:3,5 für uns
 
Wenn alles gut läuft, dann sehen wir diese Mannschaft von Königsspringer nächstes Jahr wieder - 
in der Bezirksliga.
 
 
(Stephan Barz, 26.06.2010)

  


Ergebnisdienst

8.Runde

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Tabelle

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Letzte Aktualisierung: 26. Juni 2010