Landesliga 2011/2012

Großhansdorf I - SK Marmstorf I 4½-3½


 

Spielbericht:

 Der Mannschaftsführer ist wohl der einzige, der nach dem Wettkampf gegen Großhansdorf nicht unzufrieden ist. Na gut, verlieren ist immer blöd, aber dafür sind wir dem Ziel Klassenerhalt mit einem Schlag sehr viel näher gekommen, nachdem es in den ersten Wettkämpfen der Saison so aussah, als müsste ich mich möglicherweise auf meine alten Tage noch einmal an eine neue Spielklasse gewöhnen. Außerdem ist es mir persönlich erstmals gelungen, in einem Wettkampf gegen Großhansdorf eine Partie zu gewinnen.
Großhansdorf trat gegen uns mit Ersatzspielern an den Brettern 5-8 an (ohne vier, spiel fünf oder so), aber ihre Ersatzbank ist deutlich stärker als in früheren Jahren, so dass sie immer noch an Brett 6-8 von der DWZ her deutlich favorisiert waren, während bei uns wie üblich die vorderen Bretter auf die höheren Wertungen verweisen konnten. Schon bald war abzusehen, dass der Wettkampf eng würde: Holger hatte schnell remis gespielt und das gleiche Ergebnis zeichnete sich schon früh bei Rainer ab. Tobias Müller stand meines Erachtens durchgehend bedenklich und allenfalls bei Jan Hendrik und mir zeichneten sich Aussichten auf Vorteil ab.

Wenig später hatte Tobias Kolschewski, der sich bei seinem Debüt in der ersten Mannschaft eine schöne Stellung herausgespielt hatte, plötzlich seine Partie verloren, ohne dass ich mitbekommen hätte, wie dies passiert war. Gemerkt habe ich dagegen, wie ich selbst einen Bauern und damit auch meinen Vorteil einstellte, aber da war es dann schon zu spät, um daran noch etwas zu ändern. Glücklicherweise bekam ich genug Kompensation in Form eines Freibauern, der mir bald einen Qualitätsgewinn ermöglichte, wonach sich das Endspiel überraschend einfach gewinnen ließ.

Dieser Ausgleich mit der Zeitkontrolle ließ den Wettkampf aber nicht viel rosiger erscheinen. Jens hatte einen und Tobias gleich zwei Landsleute weniger, Jonathan schien die Züge wiederholen zu müssen und bei Jan Hendrik sah ich auch keinen Vorteil. Jonathan ließ zunächst seine Zeit ablaufen und opferte dann einen Bauern, um doch noch weiterspielen zu können. Tolle kämpferische Einstellung, aber mehr als ein Remis war auch damit nicht drin. Jens stellte noch einen Bauern ein und verlor, womit Großhansdorf mit 3,5:2,5 in Führung ging. Minuten vor der abschließenden Zeitkontrolle gelang Jan Hendrik der Ausgleich, dem es gelungen war, in einem komplexen Leichtfigurenendspiel, die nach einem Figurenopfer des Gegners entstandenen Freibauern im Schach zu halten und seinen letzten eigenen verbliebenen Bauern umzuwandeln. Doch Tobias Damenendspiel erwies sich als unhaltbar und damit stand die erste Saisonniederlage fest.
Für diejenigen, die immer noch Aufstiegsambitionen hegen, hat sich an der Ausgangssituation gar nicht so viel geändert. Wir können es noch immer aus eigener Kraft schaffen, brauchen dafür aber nun drei Siege, während es zuvor so aussah, als könne gegen den SKJE ein Unentschieden reichen.

(Jeronimo Hawellek, 06.02.2012)

Ergebnis:

  Großhansdorf 4½-3½ Marmstorf 
1 Storm,R. ½ : ½ Hebbinghaus 1
2 6 Varain,E. ½ : ½ Carlstedt,J. 2
3 7 Cording,T. 0 : 1 Hawellek,J. 3
4 8 Felten,J. 1 : 0 Müller,T. 4
5 9 Jordt,J. 0 : 1 Müller,J. 6
6 10 Spindel,U. 1 : 0 Diekmann,J. 7
7 12 Ryan,Jerry ½ : ½ Schmidt-Brauns 11
8 13 Weiss,S. 1 : 0 Kolschewski 14
 

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