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Kreisliga 2012
SK Marmstorf 3 - Blankenese 2

 

 
Marmstorf III      4 - 4  Blankenese II     
 23  Dahle,G.      1 : 0  Reuter,M.     11 
 24  Grove,U.      1 : 0  Schilling,V.  12 
 25  Jark,C.       ½ : ½  Hashem,B.     13 
 26  Barz,S.       1 : 0  Kotyk,V.      14 
 27  Eschweiler,M  0 : 1  Kraft,G.      15 
 28  Grove,M.      0 : 1  Bartens,J.    16 
 49  Peschke,S.    0 : 1  Frenzel,U.    17 
 55  Böhme,M.      ½ : ½  Berking,B.    21 

Spielbericht:

"Ohne zwei mach' vier" oder so ähnlich hätte es auch heißen können. Im Laufe der Woche ereilten mich zunächst die Absage von Torben, der arbeiten mussten und dann zwei Krankmeldungen von Sebastian und Lutz.

Also setzte ich mich am Donnerstagabend hin und aktualisierte die Telefonliste, denn wenn man die Nummern wählt, die mir gemeldet wurden, dann hat man alle möglichen Leute dran, nur selten aber die Person, die man zum Schachspielen ansprechen möchte. Aber nach sieben Telefonaten und einer Mail hatte ich dann die beiden notwendigen Zusagen.

An dieser Stelle vielen, vielen Dank an Susanne und Mathis, die so kurzfristig einspringen konnten.

 

Für mich selbst begann der Kampf zwanzig Minuten später, denn ich konnte nicht früher von zu Hause weg. Insofern blieb mir die Eröffnungsphase verborgen, denn zum Schauen war mit weniger Zeit und einer durchaus schnell spielenden Gegnerin kaum Muße sich mit den anderen Stellungen zu beschäftigen. Ich will es dennoch versuchen:

An den beiden hinteren Brettern zeichnete sich überraschend schnell ab, dass Susanne schlechter stehen würde und auch Mathis kämpfte mit Problemen. Für seinen in der Eröffnung gegeben Bauern hatte er nicht die gewünschte Komemsation bekommen. Überdies stellte er dann irgendwann eine Qualität ein, was die Sache nicht einfacher machte. Alle anderen standen anfangs "unauffällig", wenn ich das mal so beschreiben darf.

Am zweiten Brett konnte Uwe dann auf b7 einschlagen und nahm am Ende der (sicherlich auch anders möglichen) Abwicklung einen ganzen Turm mit. Allerdings sah er sich dafür dem unangenehmen Angriff des Gegners ausgesetzt. Die Dame und ein zwei vorwitzige Bauern auf f3 und g4 beschäftigten Uwe doch noch recht lange.

Die erste Ergebnismeldung erreichte mich dann von Brett 7. Im Vorbeigehen (ich war mal für kleine Königstiger) sah ich, dass Susanne Material weniger hatte. Kurze Zeit später stand dann auch die Niederlage fest, die für mich überraschen schnell kam. Aber so konnte Susanne schnell wieder zu ihrer Paula, die uns zwischenzeitlich "lautstark" anfeuerte.

Dann sah ich beim nächsten kurzen Blick über die Bretter, wie Gerhard am ersten Brett mit dem Turm den Springer nahm und sein Gegner ihm daraufhin sofort die Hand reichte. Die Entstehung der Partie blieb mir verborgen, aber ich schließe mich gerne Uwes Meinung (der daneben saß) an: "Eine starke Leistung von Gerhard". Die nachträgliche Analyse zeigte, dass Gerhards Gegner allzu optimistisch einen Königsangriff startete und zu viel Material in diesen Angriff warf. Allerdings muss man auch die entsprechenden Antwortzüge finden - und das tat Gerhard.  

Mit dem Ausgleich im Rücken sollte es doch besser gehen, aber der erneute Blick über die Bretter sah dunkle Wolken am Marmstorfer Schachhimmel aufziehen. Neben mir hatte Markus irgendwann eine Figur weniger. Das Brett dahinter sah uns mit einem Minusbauern, obgleich Manfred dafür einen Freibauern versuchte zu veredeln. Und am achten Brett hatte Mathis zwar die Qualität zurück gewonnen, aber jetzt zwei Bauern weniger. Aber auch diese konnte er später wieder zurück gewinnen. Eine Partie mit ständigem auf und ab.

Markus und Manfred streckten fast zeitgleich die Waffen und dem Gegner die Hand zur Gratulation. Upps - 1:3 stand es ja jetzt plötzlich. Ich huschte noch einmal schnell zu Mathis. Er stand bedrängt, aber möglicherweise reichte es zum Remis. Ich selbst stand auf Remis und wartete in aktiverer Stellung ab, ob ich noch Gewinnversuche unternehmen mußte. Dabei stellte sich diese Frage eigentlich nie richtig, denn ein halber Punkt bei einem Stand von 1:3 war definitiv zu wenig. Ich beschloss dennoch abzuwarten und erst einmal die Zeitkontrolle zu schaffen. Vom achten Brett vernahm ich dann das Ergebnis: Remis. Also 1,5 : 3,5.

Uwe hatte sich inzwischen der lästigen Probleme entledigen können und konnte seinen materiellen Vorteil in das Gefecht werfen. Sein Sieg verkürzte, jedoch war noch nicht klar, wie es denn ausgehen würde.

Claus spielte und suchte seine Chancen in einem Schwerfigurenendspiel. Obgleich ich daneben saß, kann ich nicht beurteilen, welches Ergebnis diese Stellung verdient hätte. Beide schenkten sich nichts und suchten ihre Chancen in der Offensive. Hier war noch kein Ende und auch kein verbindliches Ergebnis  in Sicht.

Mir selbst wurde im 37. Zug remis angeboten. Sicherlich auch zurecht, aber ich musste nun einmal weiterspielen, denn wie würde Claus Partie enden? Mit dem Kommentar "Vielleicht komme ich später noch einmal darauf zurück" lehnte ich ab und wollte zunächst bis zur Zeitkontrolle Wartezüge machen, um dann in Ruhe einen möglichen Gewinnweg zu suchen. Plötzlich jedoch wurde meine (gesundheitlich angeschlagene) Gegnerin mit ihrem König offensiv und zog zudem einen Bauern nach vorne. Dies ließ die Möglichkeit zum Läufertausch bei besserer Königsstellung zu. 11 Züge später hatte ich einen Zug eher meine Dame und noch zwei weitere Züge später hatten wir ausgeglichen.

In Claus Partie waren inzwischen Damen und je ein Turm getauscht. Die Anzahl der Bauern hatte sich zunehmend dezimiert und schließlich hatte Claus zwei Bauern (einer davon weit vorne) gegen einen Turm. Der Turm verspeiste den vorgerückten Bauern und der König kümmerte sich um den anderen, so dass sich am Ende nur noch die beiden Monarchen gegenüber gestanden hätten, wenn sich die Spieler nicht vorher auf Remis geeinigt hätten.

 

Ein spannendes Match!

 

Das 4:4 war sehr glücklich für uns, aber angesichts der fehlenden "Erstbesetzung" an den beiden ersten Brettern unter dem Strich ein Erfolg. Hätte Blankenese gewonnen, hätten wir uns nicht beschweren dürfen. So aber liegen beide Teams weiterhin gut im Rennen.

 

 

(Stephan Barz, 03.03.2012)


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