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Landesliga 2013/2014

Weiße Dame I - SK Marmstorf I 3 - 5


 

Spielbericht:

Auswärtssieg (aber wo waren die Fans, die dies mit Jubelgesängen begleitet hätten?)

Um nicht dem Vorbild eines immer trauriger werdenden Dinosauriers zu folgen, beschlossen wir, nach zwei Niederlagen  in Folge mal wieder einen Wettkampf zu gewinnen; und dies gelang uns auch souverän – die Parkplatzsuche war nervenaufreibender als der Wettkampf.

Remis Nr. 1 gab es recht schnell in meiner Partie gegen Aleksandar Trisic.

Remis Nr. 2 ließ Sebastian gegen Zeljko Vukomanovic folgen. Bei einem Blick auf die DWZ hätte man auf mehr gehofft, aber dafür war Sebastians Aufbau ein wenig zu ambitionsarm.

Zwischendurch gab es dann noch Sieg Nr. 1 durch Andres, der einen von Dennis Petru eingestellten Zentrumsbauern  mitnahm und kurz darauf den Punkt meldete.

Remis Nr. 3 und verpassten Gewinn Nr. 1 konnte Jens gegen Alice Winnicki verbuchen:
 

Winnicki, Alice (2025) – Diekmann, Jens (2051)
Landesliga Hamburg (6.6), 09.02.2014

Der nächstliegendste Zug wäre auch der richtige gewesen. Hätte Alice nach 18...Lxf1 versucht, mit 19.Lxc6 das Material zurückzuholen, wäre die Stellung nach 19.. Sxc6 20.Lxf8 Lxf8 21.Kxf1 Lc5 kollabiert; ansonsten muss die Kompensation für die Minusqualität allerdings als „nicht existent“ deklariert werden. Jens hatte hingegen darauf vertraut, nach der Partiefortsetzung 18...Tc8 19.La3 Lxf1 20.Lxb2 Dxb2 21.Lxf1 mit 21...Sb4 Material zu gewinnen, allerdings würde dies mit 22.Dd4 entschärft. Somit hat sich der schwarze Vorteil verflüchtigt, und wenig später wurde der Punkt geteilt.

Remis Nr. 4 und verpasster Gewinn Nr. 2 folgten bei Jeronimo gegen Peter-Rene Mandelbaum:

Mandelbaum, Peter-Rene (2167) – Hawellek, Jeronimo (2347)
Landesliga Hamburg (6.2), 09.02.2014

Zugegebenermaßen fällt 32...Kh6 (mit der Idee, nach 33.Tf4 mit 34...Dg5 den Mehrbauern zu behalten) in die Kategorie „unmenschlicher Zug“. Nach 32...Kg8 33.Tf4 De7 34.Tfxd4 war hingegen der Mehrbauer entfleucht, und nach der weiteren Folge 34...Txd4 35.Txd4 Txd4 36.Dxd4 Dxa3 37.c5 Dc1+ 38.Kh2

erzwang Jeronimo mit 38...a5 das Remis, ehe der c-Bauer noch Unannehmlichkeiten bereitet. 1/2-1/2

Remis Nr. 5 ließ Christoph gegen Lars Schiele folgen, und irgendwie wusste niemand so recht, ob das Remis nun leistungsgerecht war, weil keiner den Sieg oder keiner die Niederlage verdient hatte (oder gar beides?).

Remis Nr. 6 nebst verpasstem Sieg Nr. 3 war der Ausgang bei Matthias' Partie gegen Sebastian Kuhle.

Peschke, Matthias (2009) – Kuhle, Sebastian (1949)
Landesliga Hamburg (6.5), 09.02.2014

Matthias hat sich eine Gewinnstellung erspielt und hätte am einfachsten mit 22.Sf4 Td6 23.Se6 Schluss machen können. Im Gegensatz zur Partie scheitert nach 23...Txe6 24.dxe6 der Zwischentausch 24...Lxe4 an 25.exf7+, brauchbare Alternativen sind aber ebenso Mangelware. Auch nach der Partiefolge 22.Dh7+ Kf8 23.Sf4 Td6 24.Se6+ (Hier wäre 24.Sxh5 Le5 25.Lg6 einfacher) 24...Txe6 25.dxe6 Lxe4 steht Matthias immer noch auf Gewinn, hätte sich jetzt aber zu 26.Sxe4 Dxe6 27.Sg5 Dxe3+ 28.Kh1 Te7 29.Dxh5 durchringen müssen.

Das Endspiel nach 26.Dxe4 Dxe6 27.Dxe6 Txe6 ist im Gewinnsinne trotz des Mehrbauern zu wenig, da die weißen Bauern ebenfalls anfällig sind und der Läufer Wirkung entfaltet. Obwohl Matthias noch Gewinnchancen bekam, stand am Ende ein Remis zu Buche.

Remis Nr. 7 und verpasster Gewinn Nr. 4 hätte die Überschrift zu Jan-Hendriks Partie gegen Jan Ludwig sein können, aber nachdem Jan (nicht zu verwechseln mit Jan-Hendrik) den letzten Fehler beging, lautet der Titel korrekt „Sieg Nr. 2“:

Müller, Jan Hendrik (2157) – Ludwig, Jan (2065)
Landesliga Hamburg (6.3), 09.02.2014

Nach der Zeitkontrolle war diese Stellung erreicht, die angesichts des Mehrbauern und des Undritz-Turmes auf h4 gewinnverheißend ist. Der klare Gewinnweg ist allerdings nicht ganz einfach zu finden (jedenfalls fand ihn weder Jan-Hendrik noch ein anderer Anwesender), obwohl man im Prinzip nur zwei Motive richtig kombinieren muss. Motiv 1: Wenn Schwarz ...Th5 zieht, kann der weiße König siegbringend über g4 und f5 nach e6 gelangen (allerdings ist Schwarz in der Diagrammstellung keineswegs zu ...Th5 gezwungen, sondern kann mit dem König pendeln). Motiv 2: Nach 41.Tf7 droht Tf4, so dass 41...Th5 erzwungen ist. Leider wäre mit dem Turm auf f7 42.Kg4 Txh2 43.Kf5 keine gute Idee... Und daraus folgt die Lösung: 41.Te7 erzwingt per Zugzwang 41...Kc8, und nun folgt 42.Tf7. Nach 42.. Kd8 43.Tf4 muss Schwarz entweder den e-Bauern hergeben oder ins verlorene Bauernendspiel übergehen, während nach 42...Th5 43.Kg4 Txh2 der weiße Turm mit Tempo die f-Linie verlässt und nach 44.Tc7+ Kd8 45.Kf5 der weiße König entscheidend eindringt. Dem Schwarzen werden seine eigenen Bauern zum Verhängnis; g- und h-Bauern verhindern, dass der Turm von g6 oder h6 aus Schachs gibt, während nach 45...Txf2+ 46.Ke6 Tf8 47.Ta7 Te8+ 48.Kd5 der schwarze e-Bauer verhindert, dass der Turm von hinten Schachs gibt und Schwarz wehrlos gegen 49.Kc6 ist. Die Partiefortsetzung 41.f4 ist hingegen nicht so klar, jedenfalls war die 10 Züge später entstehende Stellung remis...

...zumindest, wenn Schwarz beginnend mit 51...Tc2+ den König behelligt. 51...Ke6 kostete hingegen nach 52.Txg2 den g-Bauern und die Partie.

(Holger Hebbinghaus, 10.02.2014)

  

 Weisse Dame

 3 - 5

 SK Marmstorf

 Trisic,A

 ½ : ½

 Hebbinghaus

 Mandelbaum,P

 ½ : ½

 Hawellek,J.

 Ludwig,J.

0 : 1 

 Müller,J.

 Schiele,L.

 ½ : ½

 Ramme,C.

 Kuhle,S.

½ : ½

 Peschke,M.

 Winnicki,A.

 ½ : ½

 Diekmann,J.

 Petru,D.

 0 : 1

 Peschke,A.

15 

 Vukomanovic

 ½ : ½

 Müller,S.

12 

 

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