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Bezirksliga 2015

SK Marmstorf III - HSK XIV 3 - 5


Zum Abschluss leider kein Mannschaftspunkt

Aufgehalten durch kurzzeitigen Stillstand bei der S-Bahn und dem üblichen Straßenverkehr auf meinem Weg zum Spiellokal, erreichte ich erst Punkt 19 Uhr das Vereinshaus. Neben der Überraschung auf den edlen Holzbrettern spielen zu dürfen, überraschte mich die Aufstellung des HSK. Ich hatte zwar mit Ausfällen an den ersten Brettern gerechnet, aber dass am zweiten Brett bereits die Ranglistennummer 7 von HSK 14 saß, war dann doch ungewöhnlich. Die Mannschaft ist aber mit elf Stammspielern gemeldet, von denen auch fünf anwesend waren. Und beim HSK weiß man ja nie, was einen von deren Ersatzbank erwartet.

Warten musste auch ich gute zwanzig Minuten, ehe ich zur Tat schreiten konnte, denn der Platz gegenüber blieb während dieser Zeit zunächst leer. So konnte ich schon einmal ein bisschen kiebitzen. Am Anfang war aber noch nicht viel zu sehen. Nur in Gerhards Partie ließ die offensive Eröffnung dessen Gegners bereits erahnen, dass es hier schnell zur Sache gehen würde.
Gerhard kam nicht mehr zur Rochade und sein König wurde in der Mitte zur Strecke gebracht. Das ging aufgrund der forschen weißen Spielweise recht zügig, so dass diese Partie als erstes zu Ende ging.
Danach folgte dann der Ausgleich durch einen Sieg von Kolja. Dessen Gegner trug die Ranglistennummer 330 – für Marmstorfer Verhältnisse eine unendlich große Zahl, beim HSK ist das längst nicht die letzte vergebene Ranglistennummer. Es hat mich sehr gefreut, dass Kolja auch in der dritten Mannschaft jetzt sein erstes Erfolgserlebnis gesammelt hat.
Kristin stand zu diesem Zeitpunkt aufgrund eines zu forschen Springerzuges nach e4 bereits schlechter. Jedenfalls hatte sie später einen Bauern weniger. Die anderen Bretter ließen keine verlässliche Prognose zu. Bei Manfred hielt ich den Bauerngewinn für eine Falle, die eine Figur hätte kosten sollen, aber möglicherweise habe ich auch etwas übersehen. Jedenfalls hatte Manfred Blicke später, diesen Mehrbauern immer noch und auch die Leicht- und Schwerfiguren hielten weiterhin die Balance.

In der Folge notierte ich zunächst zwei Remis auf der Mannschaftskarte. Manfred hatte zwar einen weit fortgeschrittenen Freibauern, musste sich aber ebenfalls Drohungen erwehren. Ich habe das Ende der Partie leider nicht gesehen, war aber über das Ergebnis ein wenig überrascht, war es doch meiner Ansicht nach das unwahrscheinlichste Resultat angesichts der gegenseitigen Chancen auf dem Brett. Also kann ich gar nicht beurteilen, ob dies nun gut oder schlecht für uns und Manfred war.
Bodos Stellung war lange Zeit geschlossen. Danach fand der Zuschauer ein Spiel mit reichlich Bauern und schwerem Gerät vor. Die Bemühungen beider Spieler, die feindlichen Linien zu durchbrechen waren da, aber offenbar zu zaghaft, sonst wäre es ja auch nicht Remis geworden.
Dann verlor Kristin ihre Partie, nachdem sie sich wacker gewehrt hatte, aber dann zurück gedrängt wurde und Dame und Springer zu nah an ihren König heranlassen musste.
Bei Markus fand ich lange Zeit, dass er gar nicht schlecht stand. Was mir gar nicht so bewusst war, war seine schlechte Zeit. Die Aufzeichnungen verraten nach 11 Zügen bereits eine Stunde verbraucht und nach 17 Zügen hatte er nur noch eine halbe Stunde. Die letzte Zeitangabe findet sich bei Zug 25, wo eine „12“ zu sehen ist. Da ich das Ende der Partie nicht live sehen konnte, nehme ich an, dass Markus auf Zeit verloren hat.
Nachdem ich anfangs Zeit hatte mir ein Unterhaltungsprogramm für diesen Abend zu überlegen, beschloss ich im 10. Zug ein zweifelhaftes Opfer (Läufer gegen zwei Bauern) zu spielen, um mein Gegenüber besser zu unterhalten. Dies schien ihm recht kurzweilig, denn sein Zeitverbrauch nahm enorm zu. Meiner in der Folge zwar auch, aber ich hatte ja quasi 20 Minuten mehr. Meine Drohungen hatten durchaus unterhaltenswerte Züge, aber es fand sich keine Möglichkeit zum Materialgewinn. So musste ich mich auf den Raumvorteil und die aktivere Stellung beziehen und es gelang mir, die Stellung im 30. Zug auszugleichen. Dann aber fehlte mir eine weitere Idee, für die ich gut 15 Minuten investierte. Mein Blick auf Uwes Stellung, auf den Spielstand und meiner Zeit veranlasste mich dann zu einem Wartezug und einem Remisangebot.
Uwe musste sich massiver und fieser Drohungen erwehren. Gegen Ende hin (beide Spieler waren in Zeitnot) wurde es immer unübersichtlicher und ich sah mehr Chancen und Drohungen für Uwes Gegner als für ihn. Das ihm dargebotene Remisangebot nach der Zeitkontrolle nahm Uwe dann auch dankbar an.

Möglicherweise war in diesem letzten Kampf ein Mannschaftspunkt machbar. Das wäre dann aber nur Ergebniskosmetik in der Schlusstabelle gewesen und daher nicht so entscheidend. Wichtiger war die Tatsache, dass wir mit einem 3:5 – wie in fast allen anderen Kämpfen auch (an St. Pauli kann sich sowieso keiner mehr erinnern) – nicht chancenlos verloren haben.

Stephan Barz (20.06.2015)

Stephan und Uwe

 

Marmstorf III

3 - 5 Hamburger SK XIV
1 23 Barz,S. ½ : ½ Boels,R. 132
2 24 Grove,U.  ½ : ½ Borshchevski 137
3 25 Dahle,G. 0 : 1 Heunemann,P. 138
4 26 Eschweiler,M 0 : 1 Wolke,R. 139
5 27 Rosenkranz,K 0  : 1 Hammann,L. 140
6 28 Müller,B. ½ : ½ Bollmann,R. 140a
7 29 Grove,M. ½ : ½ Reiner,O. 167
8 40 Redlich,K. 1 : 0 Akbari,A. 330

 


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