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Kreisliga A 2016

SK Marmstorf III - Fischbek III 5-3

 

Entspannter Auftakt

Für einen Teamchef ist es immer schön, wenn man vor dem Kampf um acht besetzte Brett weiß. An dieses Gefühl möchte ich mich in dieser Saison gewöhnen. Das klappte im ersten Kampf schon einmal sehr gut, auch wenn mit Kristins kurzfristige Absage (ich darf Kristin selbst zitieren: „Das geht ja gut los“) zunächst Unheil drohte. Manfred stand aber sofort bereit – herzlichen Dank für die schnelle und spontane Zusage. Auch Dank an Michael, der zwar nicht mitspielte, sich als Ergänzungsspieler aber bei mir frühzeitig abmeldete, so dass ich einen Anruf weniger tätigen musste. Sehr vorbildlich!

Zum Mannschaftskampf:

Die Gäste aus dem nahen Fischbek traten in ähnlich guter Besetzung wir wir an. Es fehlten zwei gemeldete Stammspieler an 2 und 5. Neben dem Heimvorteil hatten wir einen leichten rechnerischen DWZ-Vorsprung auf dem Papier.

Nach etwa einer halben oder dreiviertel Stunde ließ ich meinen Blick über die Bretter schweifen und sah nichts, was mich beunruhigen müsste. Im Gegenteil, denn Markus Gegenüber fühlte sich frühzeitig verpflichtet, sich als guter Gast zu zeigen und einen Bauern kompensationslos zu geben.

Das erste Ergebnis erreichte mich dann von Brett 8. Auch hier hatte ich zwischenzeitlich einen Mehrbauern bei Manfred ausgemacht, jedoch war dieser scheinbar nicht zu behaupten und die Endstellung verdient das Zeichen „=“ in jedem Falle. Somit also Remis am Brett für unsere Feuerwehrkraft Manfred. Nochmals herzlichen Dank für die spontane Zusage!

Danach gingen wir durch Gerhard endlich in Führung. Endlich deswegen, weil inzwischen der Vorteil an vielen Brettern deutlich erkennbar war. Endlich deswegen, weil eine Führung beruhigt. Und auch endlich deswegen, weil Gerhard (nach der unglücklichen Vorsaison) wieder ein ganzer Punkt gelang. Gerhard selbst bezeichnete seine Eröffnung als weniger gut. Wenn man aber im 14. Zug einen Bauern mehr hat, dann kann das soooo schlecht nicht gewesen sein, es sei denn, der Gegner hat tatkräftig unterstützt. Das Spiel auf den Isolani auf d6 und die damit verbundenen Drohungen sorgten für den ganzen und durchaus verdienten Punkt.

Kolja nötigte seinem Gegner in der Eröffnung viele Züge ab, die ihm mit den schwarzen Steinen spielend, schnell zum Ausgleich brachten. Seine Zentrumsbauern preschten voran und beschäftigten die weißen Figuren in der Brettmitte, so dass die schnell aufgebaute Drohung am Königsflügel nicht mehr pariert werden konnte. Eine sehr anschauliche Partie!

Wie schon eingangs erwähnt, hatte Markus frühzeitig Materialvorteil in Form eines Bauern. Diesen Vorteil ließ Markus sich nicht nehmen. Sein Fischbeker Spielpartner erwischte offenbar keinen so guten Tag. Nach dem Bauern in der Eröffnung übersah er später (in einer Stellung, in der Markus sich bereits erheblichen Vorteil erspielt hatte), dass die Dame hing. Somit musste Markus nicht mehr lange nach dem besten der vielen guten zur Verfügung stehenden Zügen suchen.

Neben mir schniefte sich am ersten Brett Jörg durch die Partie. Ja, ja, die Klimaumstellung! An Jörg geht nicht nur mein Dank zur Teilnahme, sondern auch für den ganzen Punkt. Wie immer wartete Jörg geduldig auf seine Chance. Diese kam mit der Öffnung der h-Linie bei entgegengesetzten Rochaden. Jörg war einfach da, wo er sein sollte (wie ein guter Mittelstürmer) und nutzte die Drohung auf dieser Linie in Kombination mit dem Angriff der Dame auf der Diagonale (d5-h1). Nicht zu vergessen der wichtige Bauernvorposten auf g4, der durchaus die Bezeichnung „Sargnagel“ tragen darf.

Damit war der Mannschaftskampf eingetütet und für mich stellte sich nicht mehr die Frage, ob ich zur Ergebnissicherung Remis anbieten sollte oder nicht. Also betätigte ich mich als Gefahrensucher und opferte einen Springer für zwei Bauern, um einen Angriff auf dem Königsflügel zu starten. Blöd nur, dass ich a) diesen nicht konsequent fortsetzte und b) am Damenflügel durch ein Rückopfer ausgekontert wurde. Bei nur annähernd korrekter Spielweise (f5!) hätte ein noch weitaus unterhaltsamer Abend daraus werden können.

Uwe kam (mal wieder …..) in Zeitnot. Da sein Spielpartner (vielen noch als ehemaliger und langjährig verdienter Landesturnierleiter durchaus bekannt) dies ausnutzen wollte und seinerseits schnell zog, fühlte ich mich als Mannschaftsführer verpflichtet einen Spruch zu bringen, den ich – das muss ich einfach mal so schreiben - mir insgeheim schon immer gewünscht hatte:“ Jürgen, Du weißt schon, dass Du noch die Züge notieren musst?!“ Dies zu analysieren, überlasse ich jetzt den Psychologen. Selbigen braucht Uwe nach der mit unbändigem Siegeswillen geführten Partie hoffentlich nicht, denn es war bereits die zweite Niederlage gegen Jürgen.

In Bodos Partie zierten sich beide Seiten lange Zeit, einen Schritt nach vorne zu machen. Ein „Bauernvorstoß“ auf e4 (von Weiß!!!) im 18. Zug darf bereits als „scharf gespielt“ bezeichnet werden. Als Bodo dann seinerseits tatsächlich mit seinem schwarzen Bauern mittels d5-d4 die Stellung verschärfte und damit interessant machte, einigte man sich sechs Züge später auf Remis. Da hatte Bodo eine Figur gegen zwei Bauern, aber weder die einzige offene Linie noch– so meine ich gesehen zu haben – die bessere Zeit. Insofern ist das Remis, da der Kampf bereits entschieden war, durchaus in Ordnung.

Spielerisch hat mir das sehr gut gefallen. Und ich denke, es ist auch gut, dass wir nicht höher gewonnen haben, um uns selbst frühzeitig in eine Favoritenrolle zu bringen.

Nicht gefallen hat mir, dass nach dem Kampf „plötzlich“ alle weg waren. Ich habe nichts dagegen, wenn man nach einem Heimkampf und einer sehr frühzeitig beendeten Partie gerne gleich nach Hause gehen möchte. Diejenigen, die allerdings bis zum Ende gucken, dürfen dann bitte auch nach der letzten Partie zumindest ihre Figuren in die Kästen einpacken und noch besser Brett und Figurensatz sowie Uhr in den Schachschrank bringen. Danke!

(Stephan Barz, 23.01.2016)

 

Ergebnis:

    SK Marmstorf 3 5-3 TV Fischbek 3
1 22 Thies,J 1 : 0 Ottow,M. 21
2 24 Barz,S 0 : 1 Buzuk,S. 23
3 25 Grove,U 0 : 1 Kohlstädt,J. 24
4 26 Eschweiler,M 1 : 0 Wincierz,M. 26
5 27 Redlich,K 1 : 0 Wasserberg,D 27
6 29 Dahle,G 1 : 0 Döring,H. 28
7 30 Müller,B ½ : ½ Hillmer,H. 29
8 32 Grove,M ½ : ½ Krogmann,H. 30


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