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Bezirkliga A 2017

SK Marmstorf II - TV Fischbek II 4:4

Freitag, den 13.01.2017
Spielort: Vereinshaus des SV GW Harburg, Langenbeker Weg 1c, 21077 Hamburg


"Schon wieder ihr"

Auch einen Tag nach dem Unentschieden kann ich mich mit dem Ergebnis noch nicht anfreunden. Vom Spielverlauf sollten wir uns über den Mannschaftspunkt freuen. Ich ärgere mich über meine (verdiente) Niederlage. Trotz 1,5 Punkte an den unteren Brettern reichte es nicht zum Erfolg.

Ich begrüßte unsere Gäste gegen die wir wieder die Bezirksligasaison eröffneten mit „Schon wieder Ihr“.

Zum Spielverlauf. Björn kam nicht in Zeitnot. Gegner erlaubte Björn ein schnelles Spiel mit einer Mehrfigur. Einziger Wehrmutstropfen – ich durfte die restlichen 20 Züge von der "männlichen" Handschrift des Herrn Undritz entziffern.

Susanne verlor in ihrem ersten Einsatz seit 2013 gegen Jürgen Kohlstädt. Nach einer Abtausch Kombination hatte sie eine Figur weniger. Dazu verpasste sie noch einen Konter zum Remis bzw. Ausgleich.

Am Spitzenbrett war nicht das nominelle Spitzenbrett von Fischbek, sondern Jörg Schwarzkopf der Gegner von Nils. Die Partie ging schnell ins Remis. Davor gab es jeweils eine Stelle an der Pendel in die eine oder andere Seite hätte ausschlagen können.

Dagegen war das Pendel in meiner Partie eher eine Kompassnadel, die nicht in meine Richtung zeigte. Meine gute Eröffnungsbehandlung killte ich durch einen falschen Plan. Ein guter Zug von meinem Gegner reichte. Der Rest spielte sich dann von alleine. Vielleicht sollte ich beim Jugendschach aufpassen. Nach einer frühzeitigen Rochade wird der König nicht im Zentrum erlegt.

Erlegen ist ein gutes Stichwort. Thomas gewann eine Figur. Danach musste ich nicht mehr viele Züge eingeben.

Wer mitgezählt hatte: 2,5-2,5.

Bodo stand im Duell der Bodos ohne durchgeführte Rochade ähnlich schlecht wie ich. Die Partie von Holger bot wieder alles. Die Mischung von zwei Eröffnungsideen ergeben pittoreske Stellungsbilder und Chancen auf beiden Seiten. Ein wildes Figurenopfer von Holger, ein verpasster Figurengewinn,  dann kann sein Gegner seinen Materialvorteil verwerten und dann noch ein Matt ausgelassen. Nach soviel Bewegung im Mittelspiel wäre auch das Endspiel 4 B gegen 1S und 2B für Holger nicht gewinnbar gewesen, aber Gegner war Kumpel und ließ den Freibauern zu weit vorrücken, so dass eine Bauerngabel den Springer gewonnen hätte. Das Ergebnis hätte 2,5-1,5 für Holger enden sollen.

Als Letzter spielte Kolja. Er liebäugelte mit einem Remis, was er aber bei dem schlechten Zwischenstand aber vermied. Dadurch entwickelte sich ein interessantes Bauernendspiel, dass er "nicht verlieren" konnte. Erst der aktuelle Weltranglistenzweite mit einer ELO von 3389 zeigte einen verborgenen Gewinnweg.

War das Unentschieden ein Erfolg oder zu wenig? Trotzdem war es ein spannender Mannschaftskampf mit ungewöhnlich vielen interessanten Stellungen. (KJ/14.01.17)

 


Bilder:

Vordere Bretter

Nils und Holger

Björn und Kolja

Bodo

Susanne


Jagdszenen:

Weiß gewinnt!

Peschke, Susanne (1583) - Kohlstaedt, Jürgen (1539)
GER - chT HH Bezirksliga A Hamburg (1.8), 13.01.2017

Mit 13.Sxh7!± Kxh7 14.f5! gxf5 15.0–0 Kg8 nebst Dame und Turm hätte Susanne gegen den schwarzen König einfaches Spiel gehabt. In der Partie spielte Susanne 13.Sf7.

Nochmal Susanne.

Peschke, Susanne (1583) - Kohlstaedt, Jürgen (1539)
GER - chT HH Bezirksliga A Hamburg (1.8), 13.01.2017

Die im Text angedeutete Remischance ergibt sich nach 30.Sh6+!= und Weiß steht sicher. 30...Lxh6 (30. ... Kh8 31.Sf7+=)  31.Txa1 Lxf4 32.g3
Der Partiezug 30.Txa1 verliert.

Redlich, Kolja (1575) - Schümann, Joachim (1785)  
GER - chT HH Bezirksliga A Hamburg (1.6), 13.01.2017

Etwas für die Endspielstrategen. Kolja spielte 42.Se4+.

Mit dem unscheinbaren 42.b3!+– b4 (42...Se8 43.Se4+ Kb6 44.b4 c5 45.bxa5+ Kxa5 46.Sxc5) 43.Se4+ Sxe4 44.axb4+ axb4 45.dxe4 (45.Kxe4 Kd6=) schafft Kolja die zweite Schwäche im schwarzen Lager. Der schwarze König muss im Quadrat vom g-Bauern bleiben und zusätzlich den auf dem Damenflügel einbrechenden weißen König abwehren. Das wird er auf Dauer nicht leisten können.

Variante mit 42.b3

Gewinnen mit Holger.

Fabig, Holger (1905) - Thomzik,Dirk (1825)
GER - chT HH Bezirksliga A Hamburg (1.2), 13.01.2017

20. ... g5 hätte mit 21.Txe6 widerlegt werden können. Aber es hätte auch andersrum ausgehen können.

Was verpasst nach Turmzug auf Te8, Turmabtausch auf e1 und anschließendem Se5?

Jugendschachregel: Nr. 59 Schlagen Sie nicht automatisch zurück - Weiß setzt matt nach 26.Tg8+.


Ergebnis:

 
    SK Marmstorf II 4:4 TV Fischbek II
1 11 Nils Averhoff ½-½ Schwarzkopf, Jörg 1877 -128 12
2 12 Holger Fabig 1-0 Thomzik, Dirk 1825 - 55 13
3 13 Klaus-Jürgen Herlan 0-1 Kopyto, Hubert 1722 - 63 14
4 14 Thomas Willner 1-0 Friese, Manfred 1703 - 83 15
5 15 Björn Undritz 1-0 Lochmann, Viktor 1530 -123 16
6 16 Kolja Redlich ½-½ Schuemann, Joachim 1785 - 22 17
7 17 Bodo Müller 0-1 Wichert, Bodo 1751 - 28 18
8 18 Susanne Peschke 0-1 Kohlstädt, Jürgen 1539 - 68 23


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