Aufgrund bedenklicher
Regelunkenntnisse müssen in dem ersten Rundschreiben des Jahres 2004 die
Brokdorfregeln veröffentlicht werden.
Die Spartenversammlung
fand in diesem Jahr erst im Juni statt. Klaus-Jürgen Herlan, der sich in
dieser Zeit sehr im Verein engagierte, übernahm neben der Pflege der
Homepage und der Tätigkeit als Schachwart auch noch das Amt als Spartenleiter.
Stephan Barz, der seit 1997 als Spartenleiter tätig war, blieb der
Spartenleitung als sein Vertreter erhalten.
Die Mannschaftskämpfe
sahen vier Marmstorfer Mannschaften am Start.
Die Erste spielte in
der Landesliga und startete trotz einer starken Truppe mit 1:3 punkten. Am
Ende stand der Titel des Hamburger Vizemeisters zu Protokoll, denn in
einer fulminanten Aufholjagd wurden noch 13:1 Punkte geholt und dem späteren
Hamburger Meister HSK 4 auch ein 4:4 abgetrotz. Nominell
war in dieser Saison wohl die stärkste Marmstorfer Mannschaft am Start.
Die zweite Mannschaft
belegte punktgleich mit dem Ersten den zweiten Platz und kam durch den Rückzug
einer Mannschaft in den Genuss in der nächsten Spielzeit
Stadtligaluft zu schnuppern.
Die dritte Mannschaft
spielte in der Kreisliga um den Aufstieg in die Bezirksliga mit. Dies misslang
jedoch durch Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz, so dass
nur ein dritter Platz blieb.
Erstmals wurde auch
eine vierte Mannschaft gemeldet. Diese kämpfte in der 1. Kreisklasse um Punkte
und belegte einen guten dritten Platz und scheiterte damit knapp
an einem Aufstieg in die Kreisliga.
Erfolgreichster
Spieler nach erzielten Punkten war Stephan Barz mit 8,5 Punkten aus 10
Partien. Von der Wertigkeit sind aber die 7,5 Punkte aus 9 Partien von Holger
Hebbinghaus am Spitzenbrett in der Landesliga natürlich höherwertiger
einzustufen und sollen daher auch erwähnt werden.
Holger Fabig
absolvierte seinen 250. und Gerhard Dahle seinen 200. Mannschaftskampf in
dieser Saison für Marmstorf.
In der Hamburger
Pokalmannschaftsmeisterschaft erreichte Marmstorf die zweite Runde, schied
aber dort mit einem 2:2 unter Beachtung der Berliner Wertung gegen Barmbek
aus.
Die zweite Harburger
Stadtmeisterschaft als Einzelturnier und das
Wilhelm-Bergmann-Gedächtnis-Turnier als Mannschaftsturnier in seiner sechsten Auflage
wurden wiederum ausgerichtet.
In der
Vereinsmeisterschaft gab es nach neun Runden einen Gleichstand zwischen
Jeronimo Hawellek und Holger Hebbinghaus. Jeronimo lag zwar nach Buchholz- und
Sonneborn-Berger-Wertung vorne, aber für den Fall der Punktgleichheit schreibt
das Regelwerk schon immer einen Stichkampf
vor. Diesen gewann
Holger Hebbinghaus mit 1,5:0,5.
Blitzmeister wurde
wiederum Holger Hebbinghaus, der seit Beginn dieses neuen Jahrtausend diesen
Titel förmlich pachtet. Mit 16,5/17 auch in diesem Jahr mit einer
überzeugenden Vorstellung.
Auch den Titel des
Turnier-Simultan-Siegers konnte Holger erkämpfen und gewann in diesem Jahr
somit alle internen Turniere.
Holger Hebbinghaus
wurde Hamburger Blitzmeister und stand im Endspiel um den Hamburger Pokal.
Aufgrund seiner
ELO-Zahl von über 2300 konnte Holger den Titel des FIDE-Meisters beantragen.
Klar, dass er dies tat und seitdem in der Schachwelt als FM
Hebbinghaus anzutreffen ist.
Mit Tobias und
Jan-Hendrik Müller nahmen zwei Jugendliche an der Deutschen Endrunde der
Jugendeinzelmeisterschaft in der U10 (Toboias) und in der U14
(Jan-Hendrik) teil. Letzterer errang unter 28 Teilnehmern einen guten 16.
Platz, während sein jüngerer Bruder sogar Platz 11 unter 88 Teilnehmern belegte.
(Stephan Barz,
06.06.2009)
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