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HMM 2003
SW Harburg - Marmstorf 2 4:4
Donnerstag, den 08.05.03
Altentagesstätte der AWO; Heimfelder Str. 41, 21075 Hamburg
Fragen über Fragen nach dem 4:4 gegen SW Harburg

Irgendwie sind alle Beteiligte nach dem 4:4 bei SW Harburg mit einem großen Fragezeichen im Gesicht nach Hause gefahren. Wem oder was nützt das 4:4? Was ist dieses Unentscheiden wert?

Zunächst einmal muss festgehalten werden, dass wir mit einer guten (vielleicht sogar der bestmöglichen) Mannschaft angetreten sind; daran gibt es keinen Zweifel. Ohne Zweifel hat auch SW Harburg die besten Acht aufgeboten, so dass ein 4:4 unter dem Strich gesehen wohl auch das natürlichste Ergebnis ist. SW Harburg nutzt dieser Mannschaftspunkt nur noch dann etwas, wenn in der letzten Runde gleich drei Mannschaften straucheln. Da SW Harburg davon gegen eine selbst spielt, können sie das Geschehen zumindest noch zum Teil (auch für uns positiv) beeinflussen. Wir selbst werden erst am 06. Juni (so kurz vor Wechsel zum 07.06.) wissen, wo unsere Zweite im nächsten Jahr spielen wird.

Zum Kampf selbst ist zu sagen, dass es von Beginn an nie klar war, wie es ausgehen würde.

Sebastian verlor seine Partie nach 2 ½ Stunden recht früh. Im Mittelspiel bot sich mal Sd6 an, um dem Ex-Marmstorfer Nils das Leben schwerer zu gestalten. Am Ende entschied mal wieder die Feinheit des Schachspiels: Sebastian wählte nach einem Springerschach für seinen König das Feld h1 und musste unmittelbar danach feststellen, dass h2 die bessere Entscheidung gewesen wäre.

Zwanzig Minuten später stellte Peter den Ausgleich wieder her. Sein Gegner verhielt sich von Beginn an sehr, sehr passiv und erlaubte Peter Raum. Trotz dieses für ihn ungewohnten Raumvorteils konnte Peter erneut einen ganzen Punkt einfahren.

Zu Beginn der 4. Stunde fielen dann weitere Punkte in kurzen Abständen.

Zunächst gewann Thomas, der mit dem Handicap von 20 Minuten weniger auf der Uhr startete. Sein Gegner versuchte mutig eine Figur zu opfern, um diese im übernächsten Zug zurück zu gewinnen. Dabei übersah er, dass ein kleiner Zwischenzug namens a6 diesen Plan durchkreuzte. Thomas fand diesen kleinen, aber feinen Zug und sackte eine Figur ein, die er locker über das Spiel brachte.

Keine fünf Minuten später hatte Christoph Grund zum Jubeln. Sein Bauernvorstoß nach c5 in der Eröffnung verschaffte dem Läufer auf d6 ein warmes Plätzchen (siehst Du, Sebastian!), nachdem dieser zuvor unter Mithilfe eines Turms den König von der offenen g-Linie in die Brettmitte manövrierte. In (noch akzeptabler) Zeitnot konnte Christoph das vorrübergehende Damenopfer seines Gegners berechnen, um danach mit der Qualität mehr dem Springer seines Gegners die Felder zu nehmen und mit dem von c5 nach d6 beförderten Bauern weitere Drohungen aufstellen.

Nach diesem 3:1 hellten sich die Mienen der Marmstorfer auf, obwohl zwei Minuten später der Anschlusstreffer hingenommen werden musste. Lutz verlor, weil sein Gegner starken Druck auf die Königsstellung ausübte und vor allem die einzig offene Linie unter Kontrolle hielt. Die Figuren von Lutz Streitmacht mussten sich alle irgendwie gegenseitig decken, so dass es logischerweise irgendwann zu einer Überlastung und zum Zusammenbruch der Stellung kam. Ob Lutz Gegner das von ihm in Erwägung gezogene (aber von mir verworfene, weil zu frühzeitig gestellte) Remisangebot nach ca. 1:30 Stunden angenommen hätte?

Aber da war ja noch Daniel, der in seinem Comeback für Marmstorf am achten Brett zaghaft mit Schwarz starten musste, um dann zunächst auf der b-Linie einen Bauern einzusammeln und den zweiten auf c3 einfach wegnahm. Sein Gegner stellte dann noch freundlichst einen Springer ein und nach 3:35 war das Comeback erfolgreich gelungen.

Blieben noch die Partien von Jörg und Björn übrig.

Letzterer brachte sich selbst mal wieder in Zeitnot und das in einer sehr komplexen Stellung. Wie schon im RS 160 auf Seite 5 erwähnt, stellen Björns Partien mehr auf Lotto, also einem Glückspiel, als auf Schach ab. Nach einigen Sechsern in der Vergangenheit blieb an diesem Abend vielleicht eine Zweier mit Zusatzzahl übrig, in jedem Fall aber nichts was zum Gewinnen gereicht hätte.

Jörg stand nach dem frühen Damentausch weder auf Gewinn noch auf Verlust. Ich hatte eigentlich immer mit einem halben Punkt kalkuliert, diesen aber in dem frühen Stadium der Partien nicht Jörg zugemurmelt, weil es anfangs (wie auch bei Lutz) nicht angezeigt war. Später stand Jörg einfach nicht mehr so, dass ein Remisangebot der Höflichkeit entsprach. Das Jörg es dennoch anbot, führte zumindest zum Schmunzeln der Umstehenden.

Okay, dieser Mannschaftskampf war es mit Sicherheit nicht, dass wir die Aufstiegsfrage so spannend machen. Auch das 4:4 gegen Blankenese war in Ordnung. Wie wir jetzt alle endgültig wissen, war es der Kampf bei St. Pauli, der uns nun rechnen lässt.

Sollte es am Ende tatsächlich nur auf die Brettpunkte ankommen, so sollte sich mal einer hinsetzen und schon mal die Berliner Wertung für den Fall der Brettpunktgleichheit kalkulieren. Aus der groben Übersicht heraus würde ich mal annehmen, dass wir dort sowohl gegenüber dem HSK als auch Königsspringer die besseren Karten haben, oder?

Jetzt gilt erst einmal Abwarten, was die Konkurrenz nachlegen kann. Am 09.05.2003 spielt Niendorf 2 – HSK 13 und am 13.05. spielt Lurup – Königsspringer 5. Danach fangen wir dann mal das Rechnen an, denn daran werden am Tag der Abrechnung (06.06.2003) nach dem Verlauf dieser Bezirksliga D wahrscheinlich nicht vorbeikommen. Es wäre nur die logische Folge, dass der Aufsteiger dieser Liga nach der Berliner Wertung ermittelt wird, denn das wäre das Sahnehäubchen dieser Bezirksliga D 2003. (Stephan Barz, 09.05.2003)

Peter bewundert die zeitnahe Eingabe der Fans.

Holger ergänzt den Rest. Daniel, Zahnstocher (so stand's auf dem Partieformular) und Thomas füllen das Bild


Ergebnis 

SW Harburg  - SK Marmstorf 2 4 : 4

Asani (1932)

-

Ramme

0 : 1

Smajovic (ohne)

-

Willner

0 : 1

Schmidt (1963)

-

Schnelle-Loeding

0 : 1

Filipovic (1846)

-

Unditz

1 : 0

Wuestefeld (1829)

-

Thies

1 : 0

Welsch (1762)

-

Meyer

1 : 0

Mauch (1752)

-

Müller, S.

1 : 0

Muminovic (1551)

-

Hawellek, D.

0 : 1

 

 


Bisher hagelte es nur Niederlagen in der Bezirksliga:

 

G

U

V

SW Harburg

0

0

3

Gesamt

0

0

3

Brettpunktverhältnis: 9:15


So lief es im letzten Jahr   

 

SW Harburg

-

SKM 2

4½:3½

Schmidt

-

Undritz

½:½

Filipovic

-

Jark

1:0

Wuestefeld

-

Dahle

1:0

Welsch

-

Meyer

0:1

Kahrass

-

Thies

½:½

Mauch

-

Hohlbein

0:1

Hrvat

-

Peschke,Mi

1:0

Muminovic

-

Sachtler

½:½

 


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