|
Vorbericht:
Die erste zweier
HSK-Mannschaften für uns in dieser Saison ist ungleichmäßig
und schwer kalkulierbar besetzt. 800 DWZ-Punkte trennen das
erste vom achten Brett und auf dem Papier ist HSK 17 damit
Abstiegskandidat. Die Mannschaft hat im letzten Jahr als HSK
22 in etwas schlechterer Besetzung mit 9:5 Punkten nur knapp
den Aufstieg in die Kreisliga geschafft.
Alles andere ein
ein Sieg gegen diese Mannschaft wäre trotz der Ungewissheit
der Spielstärke mehr als unerwartet.
Ergebniserwartung
nach DWZ: 2 : 6
Und so lief es
tatsächlich:
Hamburger SK XVII 3½-4½ Marmstorf III
161 Stark,T. 1 : 0 Meyer,L. 23
162 Radeloff,U. ½ : ½ Kolschewski 24
163 Anders,C. ½ : ½ Grove,U. 25
164 Torkel,M. 0 : 1 Dahle,G. 26
167 Wenzel,T. ½ : ½ Barz,S. 28
168 Harms,U. 0 : 1 Rosenkranz,K 35
169 Arscholl,A. 0 : 1 Sakel,N. 39
169a Türck,O. 1 : 0 Kratochvil,B 44
Spielbericht:
Natürlich ist es immer schwer ohne die beiden Spitzenbretter, aber das wir bis zuletzt um den
Sieg zittern mussten, das war nicht zu erwarten gewesen.
Ich selbst ging mit schlechtem Beispiel voran, indem ich die Eröffnung derart schlecht behandelte,
dass mir nach 16 Zügen quasi selbst die Fesseln angelegt hatte. In der Hoffnung mit einem Remis
nicht noch mehr kaputt zu machen (es wäre an diesem Tag durchaus eine Null sehr wahrscheinlich
gewesen), bot ich meinem um 400 DWZ-Punkte schwächeren Gegner Remis an. Dieser akzeptierte freudig.
Zu diesem Zeitpunkt sah ich aber auch zwei bis drei Siege für uns.
Kristin war es dann auch, die den ersten ganzen Punkt für uns einfuhr. Sie ging mit ihrem DWZ-Vorteil
von ca. 300 effektiver um und hatte einen klaren Sieg eingefahren. Ein Springer und ein freilaufender
Randbauer waren die Werkzeuge, die Kristin zum Sieg verwendete.
Dann musste überraschend Bernd die Waffen strecken. Überraschend deswegen, weil die Partie durchaus
Remis war. Allerdings ist das immer so eine Sache mit der richtigen Reihenfolge bei Figurentausch.
Wo viel geschlagen wird, kann man schon mal die Übersicht verlieren. Dieses Mal hatte Bernd das
Nachsehen - schade!
Auch Uwe hatte einen DWZ-Vorteil und mit Weiß wäre dieser sicherlich auch zu mehr als einem Remis
zu verwerten gewesen. Dennoch lässt sich dieses Remis eher erklären als das von mir.
Die einzige überzeugende Weißpartie für uns an diesem Abend lieferte Nikolai ab. Auf dem Papier war
es die wohl ausgeglichenste Angelegenheit, aber auf dem Brett bestimmte Nikolai, wo es lang ging.
Schließlich hatte er Läufer und ein paar Bauern mehr und konnte locker den Punkt einfahren.
Gerhard brachte uns dann mit 4:2 in Führung und sicherte den ersten Mannschaftspunkt. Geschickt
brachte Gerhard seinen Turm auf die offene h-linie und konnte sein positionellen Vorteil dann
in einen ganzen Punkt umsetzen, nachdem Turm und Dame zu viel Druck auf den König ausübten.
Es musste also noch ein Remis von den beiden Spitzenbrettern her. Lutz hatte in diesem Moment
einen Bauern in's Geschäft gesteckt und wohl insgeheim gehofft, dass er diesen zurück gewinnen
könne. Die Abwicklung hatte aber einen Haken. Nun ging es für Lutz mit einem Minusbauern weiter.
Viel schlimmer war aber die Zeitnot. Und im 38. Zug fiel dann auch das Blättchen - von Lutz. Die
Stellung mochte auch nicht mehr die Beste gewesen sein, aber auf Zeit verlieren muss nicht sein.
Tobias hatte bereits frühzeitig erkannt, dass uns ein Remis reicht und dies hartnäckig angeboten.
Sein Gegenüber konnte aber auch zählen und spielte weiter und weiter und weiter. Schließlich
musste er erkennen, dass Tobias weiß, dass K+B gegen K nicht gewinnt, wenn man in der Opposition
ist. So reichte es dann doch zum knappen Sieg.
(Stephan Barz, 13.02.2010)
|