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Landesliga 2013/2014

Diagonale I - SK Marmstorf I 4½-3½


 

Spielbericht

Auch wenn eine Pappnase aus der ersten Mannschaft es selbst 14 Tage nach dem Wettkampf noch nicht geschafft hat, seine Partie abzuliefern (der Name sei verschwiegen, damit nicht ein flüchtiger Leser, der nur den Vor- oder Nachnamen liest, den falschen verdächtigt), seien euch jetzt Haukes goldene Worte gegönnt:

HR: Kampf um die Süderelbe
Offensichtlich hatten HRs Anfeuerungen vor dem Kampf Wirkung gezeigt: an jedem Brett wurde geschuftet, auch in ausgeglichenen Stellungen. Das erste Remis kam erst in einem zähen Ringen zwischen Fries-Nielsen und Hawellek - ungleiche Läufer, kein Bauer, der noch weiter konnte, das ging schon OK.
Ungleich waren die Läufer auch bei Cotaru-Sakel, aber nachdem letzterem irgendwie das gesamte Zentrum abhanden kam (HR ist unschuldig, der war nicht dabei), wurde er von einer Lawine über den Haufen gewalzt.
Derweil hatte Hebbinghaus bei HR geklaut und mit 1.d4 d5 2.Lf4 eröffnet. Folgerichtig ergab sich eine total haukische Stellung, in der beiden etwas der Überblick fehlte, Carlstedt jedoch deutlich mehr. "Nimm nicht auf b2, Dame wird zu Brei." Sie riß zwar noch beide Türme in den Tod, da aber Schwarz hierfür eine Leichtfigur gespuckt hatte, und auch der König auf c8 deutlich mehr in Gefahr war als der weiße auf f3, war der Ausgleich für Marmstorf lange abzusehen.
Ramme hatte gegen Schmidt-Wilke seinen Angriff deutlich überschätzt. Nach allgemeinem Gehacke blieb nur noch sein Turm gegen zwei Leichte und zwei fürchterliche Freibauern über, Schwarz gewann relativ locker.
T. Müller hatte gegen Kuberczyk ein relativ dünn aussehendes Damenopfer gegen T und L gebracht. Weiß hielt seine Sachen angesichts optisch übel aussehender Drohungen geduldig zusammen und schlachtete schließlich mit D und S den feindlichen König ab.
Noch einmal aufholen konnte Marmstorf, als M. Becker einen gefährlich aussehenden Königsangriff mangels Reserven nicht nach Hause bringen konnte. Am Ende konnte Diekmann die schwarzen Kräfte zurückschlagen und hatte einfach nur 300 Mehrbauern.
Der entscheidende halbe Punkt wurde bei Stolberg-Rohr -M. Peschke weggeschmissen. Das Turmendspiel sah eigentlich Remis aus, aber irgendwie behielt Weiß immer seinen Mehrbauern und konnte ihn durchschieben, während der feindliche Turm mit dem Abschlachten seiner harmlosen Kollegen beschäftigt war.
Damit war das Endspiel Müller JH-Wasmuth egal geworden, denn sonst hätten die zuschauenden Mannschaftsführer sicher einen Herzkasper nach dem anderen gekriegt, so wie dort der halbe Punkt hin- und hergereicht wurde. (OK, auch HRs Blitzanalysen waren nicht immer korrekt...) Mit dem 1:0 war dann der Endstand
ein knappes 4.5:3.5 für Diagonale.

HH: Matchwinner für Diagonale waren eindeutig Marten und Jonathan. Marten schaffte es, rechtzeitig anwesend zu sein (und diesmal kam es darauf an, denn er spielte nicht mit, sondern war fürs Kaffeekochen zuständig), während Jonathan die Mannschaft für sein Alter viel zu gut vorbereitet hat.

Fries-Nielsen, Nils Jørgen (2301) – Hawellek, Jeronimo (2345)
HMM 2014 Landesliga Hamburg (4.2), 15.12.2013

Obwohl keine Bauarbeiten auf der Tagesordnung standen, war Jeronimo gut aus der Eröffnung herausgekommen und wollte hier mit 21...Sxe4 zur Ernte schreiten. Nach 22.dxe4 Dxb4 23.Dxc7 dxe4 24.Dxb7 exf3 25.De4 Dxe4 26.Txe4 brachte das aber nicht so viel, und obwohl er hier noch ein Remisangebot ablehnte, wurde wenig später der Punkt geteilt. Auch der andere taktische Versuch 21...Sxd3 verspricht wenig, wenn Weiß 22.Sxd3 dxe4 23.Sc5 findet, am besten wäre wohl 21...Se6 mit leichtem Vorteil gewesen.

Meine Partie darf hier aus Gründen des Jugendschutzes natürlich nicht gezeigt werden. Man mag noch darüber diskutieren, ob es per se jugendgefährend ist, HR-Varianten zu spielen, aber für einen Higuita-König sollte besser nicht geworben werden, denn meistens geht das nicht gut aus.

 

Cotaru, Andrei – Sakel, Nicolai (1837)
HMM 2014 Landesliga Hamburg (4.8), 15.12.2013

Ob Hauke wirklich nichts dafür kann, dass Nicolais Zentrum abhanden kommen ist, wäre noch zu prüfen, denn er wurde beim verdächtigen Kauen beobachtet. Vermutlich war das aber wohl doch eher der Gratiskuchen (auch der war am Ende des Wettkampfes abhanden gekommen), und für das Verschwinden des Zentrums nebst Verwandlung der Position in einen Trümmerhaufen war 27...Tb6? [27...Tc5 war Pflicht] 28.Sxe6 verantwortlich.

Ramme, Christoph (2140) – Schmidt-Wilke, Jens (2127)
HMM 2014 Landesliga Hamburg (4.5), 15.12.2013

Eins ist klar: Wenn der weiße Angriff nichts Zählbares einbringt, geben ihm die beiden verbundenen Freibauern auf Dauer den Rest. Daher ist es geradezu Pflicht, mit 23.d6 die schwarze Dame vom Geschehen fernzuhalten (zu der Bewertung frage man jemanden, der sich damit auskennt). Nach der Partiefortsetzung 23.Dxf5 Dg6 half hingegen die Dame mit bei der Abwehr des Angriffes.

Kuberczyk, Christoph (2082) – Müller, Tobias (2130)
HMM 2014 Landesliga Hamburg (4.4), 15.12.2013

Nach16...Ld7 17.Dd3 rettet die Entfesselung 17..Dc7, die Hauptvariante endet nach 18.Dxd7 Dxc4 19.Sd5 Lxb2 20.Kxb2 Tfd8 21.Sf6+ Kg7 22.De7 Txd1 23.Txd1 Tc8 damit, dass Weiß auf e8 und f6 Dauerschach geben muss. In der Partiefolge 16...Lxc4 17.Txd8 Taxd8 18.Td1 Txd1+ 19.Sxd1 Td8 20.Sf2 war hingegen die schwarze Kompensation unzureichend.

Diekmann, Jens (2054) – Becker, Martin (1915)
HMM 2014 Landesliga Hamburg (4.7), 15.12.2013

Nach 14...d4 (mit der taktischen Pointe15.Lxf6 Dxf6 16.Se4 Df5 17.Sxd4 Lxd4 18.Sd6 Lxf2+ 19.Txf2 Dc2) hätte Schwarz nichts zu befürchten, während nach 14...Ld7 15.Db3 (Auch der Verzehr des b-Bauern wäre eine Option, da die Dame über d5 entkommt.) Martin nichts besseres fand, als mit 15...d4 einen Bauern zu geben, dem nach 16.Sxd4 h6 17.Lxf6 Dxf6 18.Se4 De7 19.Sxc5 Txc5 20.Dxb7 Tfc8 21.Dxa7 zwei weitere Folgen sollten – der Rest ist Schweigen.

Stolberg -Rohr, Thomine (1994) – Peschke, Matthias (2022)
HMM 2014 Landesliga Hamburg (4.6), 15.12.2013

Matthias' Partie verlief äußert rätselhaft. Das erste Rätsel besteht in der Frage, warum seine Gegnerin mit 30.Lxc4? ins Doppelturmendspiel abwickelte, statt mit 30.Te4 den d-Bauern zu kassieren.

Im besagten Turmendspiel folgt das nächste Rätsel: Welche Idee steckt hinter 48...Kf5? An sich ist offensichtlich, dass der Gewinn eines Königsflügelbauern nur auf Kosten eines Übergangs in ein verlorenes Bauernendspiel möglich ist, und somit war es Pflicht, dass der König mit 48...Ke6 den d-Bauern im Auge behält, während der Turm die weißen Kräfte bindet. 49.Te3 , und der Rest sollte eine Sache der Technik sein, aber... 49...h5 50.d5 h4 51.Te5+ Kf6 52.gxh4 Tg4 53.Te4 Txh4 54.Kc5 Kf5 … in vorweihnachtlicher Geberlaune wird jetzt viermal in Folge ein halber Punkt verschenkt:

55.Ta4? ist gerade das ungünstigste Feld für den Turm ... 55...Th8? ...wie sich nach 55...g5 gezeigt hätte 56.Kd6? (56.Kc6) 56...Kf6? (56...Td8+ 57.Kc6 g5 58.fxg5 Ke5) 57.Kd7 g6 58.d6 Th7+ 59.Kc6 1-0

Müller, Jan-Hendrik (2158) – Wasmuth, Matthias (2151)
HMM 2014 Landesliga Hamburg (4.3), 15.12.2013

Nach 32...Lxb3 oder 32...Sc3 33.Sd6 Le4+ 34.Sxe4 dxe4+ 35.Kg3 Sxe2+ 36.Kh3 Sxd4 37.Lxe4 a5 dürfte Schwarz zuversichtlich in die Zukunft blicken, nicht so nach 32...Lg5?? 33.Sxg5 hxg5 34.Sxe6 Lxb3 35.Ke3, und da der a-Bauer nicht durchläuft, sollte die Quantität der Bauern den Ausschlag geben

Praktisch jeder vernünftige Zug gewinnt, ob allerdings 65.f4? Sxd5 66.Kxd5 Lf5 trotzdem noch reicht, dazu befrage man das Endspielbuch.

Nach 77.Sxg7 hält sowohl 77...Kf6 als auch 77...Lc2 remis, nicht hingegen 77..Kxg7?? 78.Ke7 1-0

(Hauke Reddmann (HR) und Holger Hebbinghaus (HH), 28.12.2013)

 

SV Diagonale Harburg

4½-3½

SK Marmstorf

1

1

Carlstedt,Jonathan 

0 : 1

Hebbinghaus,Holger

1

2

2

Fries-Nielsen,Niels Jo

½ : ½

Hawellek,Jeronimo,Dr.

2

3

3

Wasmuth,Matthias  

0 : 1

Mueller,Jan-Hendrik

3

4

4

Kuberczyk,Christoph

1 : 0

Mueller,Tobias

4

5

5

Schmidt-Wilke,Jens

1 : 0

Ramme,Christoph

5

6

6

Stolberg-Rohr,Thomine 

1 : 0

Peschke,Matthias

6

7

8

Becker,Martin

0 : 1

Diekmann,Jens

7

8

9

Cotaru,Andrei 

1 : 0

Sakel,Nicolai

13

 

Ergebnisdienst

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HMM einen vor

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