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Landesliga 2013/2014

SK Marmstorf I - St. Pauli II 4½-3½


Spielbericht:

HR: Hier meldet sich wieder Ihr stockobjektiver Berichterstatter.

Der Kampf startete mit einem schnellen Remis an 5 Zügen.
Ach, ich liebe diesen Gag, er ist so alt wie die Witze von Mario Barth und kommt immer wieder genauso gut. Diekmann und Nichtmarmstorfmüller übten sich in Arbeitsverweigerung. Hebbinghaus und Jacoby hielten dagegen ein paar Züge und Minuten mehr durch, bis das 1/2-1/2 unterschrieben war.
Es folgte, als HR mal 5 Minuten nicht hinsah, ein plötzlicher Sieg von Kolschewski; der Gegner muß sich irgendwie ganz alleine kaputtgemacht haben.
Danach gab es nur noch ein weiteres Remis, als der vergiftete Bauer von T. Müller doch nicht so giftig war, wie er es geplant hatte. Mit großzügiger Mithilfe des Gegners bekam er ihn schnell wieder zurück, wonach beide so weise waren, das Endspiel nicht auszuspielen, sowas kann eh nur HR.
In der Zwischenzeit wurde Ramme am Königsflügel gerammt und über den Haufen gerannt, weil er nicht die richtige Verteidigung fand. Marmstorf ging wieder in Führung durch M. Peschke, der Knecht solange knechtete, bis der auf einem schlechten Läufer sitzenblieb. Ein Qualitätsopfer brachte ihm gewisses Gegenspiel, aber die Stellung war so kompliziert, daß ihm versehentlich die Zeit abhanden kam, trotz Fischerbonus.

Am unterhaltsamsten war sicher Hawellek-Wronn. Weiß stieß durch die Lücken der weit vorgepreschten Bauern und es sah beinahe nach einem Sieg für Weiß aus, doch mit einem taktischen Trick rettete sich Schwarz, und nun geriet Jero ins Schwitzen, denn sein Springer war eine Pferdewurst. Angeekelt von diesem Mistvieh gab er es für zwei Bauern, denn ein Endspiel mit Minusbauern wäre aus praktischen Gesichtspunkten noch schlechter gewesen. Der Gegner verfluchte wenig später seinen eigenen Gaul, der es zwar schaffte, noch einen Bauern in den Tod zu schicken, aber dafür dessen Kollegen ziehen ließ. Er konnte ihn zwar noch vernichten, die bessere Königsstellung entschied aber sofort für Weiß.

Das Gepatze von J.H.Müller und Gegner an Brett 3 (Minusbauer, Verlust, Remis?, hoppla Gabel, doch Verlust) spielte daher keine Rolle mehr und Marmstorf darf sich über ein weiteres quakquak verdientes quakquak 4.5-3.5 freuen.

HH: Und damit ergreife ich nicht nur das Wort, sondern auch die Gelegenheit, einige Gags anzubringen, die mir Hauke übrig gelassen hat, selbst wenn diese wahrscheinlich genauso alt sind wie Mario Barths oder Haukes Bart. Wie schon im Forum versprochen, werde ich allerdings nicht auf die Frage eingehen, ob Haukes Konkurrenz in der Wilhelmsburger Vereinsmeisterschaft brandgefährlich ist oder ob nur Carina Brandt gefährlich ist.

Zunächst einmal konnte man feststellen, dass nicht alle Spieler in der Lage waren, richtig zu lesen, für welche Uhrzeit das Treffen zum Aufbauen angesetzt war, aber alle richtig ausrechnen konnten, wie viele Punkte sie holen mussten, um den 4½:3½-Sieg nicht zu gefährden. Eigentlich müsste man ein Buch schreiben über die Analphabeten, die rechnen können – das wird bestimmt ein Bestseller. :-)

Wäre Sebastian Ke. für die Getränkeversorgung zuständig gewesen, dann hätte er den Akteuren an den Brettern 1, 4 und 7 einen „kleinen Feigling“ spendieren dürfen, denn diese brachten es bis zum Remisschluss auf insgesamt 32 Züge (ein Spieler der Gäste erreichte vermutlich schon allein bei der Zahl der Lungenkrebs-erregenden Züge ein Vielfaches – es grenzt an ein Wunder, dass die Nachbarn nicht die Feuerwehr alarmiert haben).

Bevor das Niveau dieses Berichtes den Erdmittelpunkt erreicht, gehe ich über zu den Partien (böse Zungen mögen aber vielleicht die Auffassung vertreten, dass gerade dadurch die Reise zum Mittelpunkt der Erde komplettiert wird):

Nichts lernen konnte man diesmal aus den Partien von Jens und mir, weshalb ich gleich mit Tobias und Tobias beginne:

Kolschewski, Tobias (1786) – Woynowski, Manfred (1943)
HMM 2014 Landesliga Hamburg (3.8), 24.11.2013

Hier sieht es aus weißer Sicht ohnehin schon sehr erfreulich aus, aber mit 16...a4 17.b4 b5 18.cxb5 Sa7 könnte Schwarz noch Kampfeswillen demonstrieren. 16...Tec8 leistet nicht allzu viel (der Turm beißt hier nur auf Granit), und 17.f4 exf4? 18.Lxf6 gxf6 19.Sxf4 konnte die schwarze Stellung definitiv nicht mehr verkraften, wenig später war es vorbei. 1-0

Müller, Tobias (2124) – David, Torsten (2097)
HMM 2014 Landesliga Hamburg (3.4), 24.11.2013

Mit 15...Lxc3 16.Txc3 Se4 hätte Schwarz durchaus versuchen können, etwas aus dem Mehrbauern zu machen. Nach 15...Le7 nebst Generalabtausch auf f6 und d5 wurde hingegen der Punkt geteilt. 1/2-1/2

Wennmann, Thorsten (2076) – Ramme, Christoph (2143)
HMM 2014 Landesliga Hamburg (3.5), 24.11.2013

Für Christoph scheint hier schon einiges schiefgelaufen zu sein, und der Versuch, dem Gegner an dessen starken entgegenzutreten, wird überzeugend widerlegt: 21...f6 [Houdini behauptet, dass 21...a5 22.f5 axb4 (22...Tfc8 23.Sg5) 23.f6 Lh8 24.Sc2 Dxa2 25.Sxb4 Sxb4 26.Dxb4 Sb6 27.Dxb5 Sc4 ausgeglichen sein, aber so recht mag man nicht daran glauben, dass die schwarze Aktivität am Damenflügel die Quasi-Minusfigur auf h8 kompensiert] 22.f5 exf5 23.gxf5 fxe5 24.fxg6 e4 25.gxh7+ Kh8 26.Sg5 Txf1+ 27.Txf1 Dxb4 28.Sf7+ Kxh7 29.De2 Tf8 30.Dh5+ Kg8

31.Sg4 Dc4 32.Sgh6+ Lxh6 33.Sxh6+ Kh7 34.Sf5+ 1-0

 

Peschke, Matthias (2021) – Knecht, Guntram (2020)
HMM 2014 Landesliga Hamburg (3.6), 24.11.2013

Matthias steht hier bereit für die Springerüberführung nach e5, und so ist es nachvollziehbar, dass sein Gegner zu einer Radikalkur griff: 28...Te4 29.Lxe4 dxe4 Der falsche Bauer, nach 29...fxe4 30.g4 b6 kann Schwarz sich noch Hoffnungen machen, während Weiß jetzt alles unter Kontrolle bringt. 30.Te3 Le6 31.Td2 Ld5 32.Sa2 g5 33.Sb4 gxf4 34.gxf4 Kh8

Und hier überschritt Schwarz die Zeit, aber da die g-Linie ohnehin nur von den weißen Figuren ausgebeutet werden kann, ist das für den Partieausgang nicht mehr von Belang. 1-0

Hawellek, Jeronimo (2345) – Wronn, Bernd (2148)
HMM 2014 Landesliga Hamburg (3.2), 24.11.2013

Da sich die Typen vom ersten Brett rasch handelseinig wurden, war diesmal das zweite Brett für die Punktegeschenke zuständig (ist denn heute schon Weihnachten? Zumindest hatte Jeronimo bei der Getränkeabrechnung als Datum zunächst den 24.12. notiert.) 24.Txd6? ist höchstens der drittbeste Zug.24.Sxd6 Txd6 25.Lb4 zwingt Schwarz, entweder mit 25...Sf3+ 26.gxf3 Tg6+ 27.Kh1 Dxb4 28.fxe4 Da3 einen Bauern oder 25...Sd3 die Qualität zu geben (in beiden Fällen mit eher schwammiger Kompensation), 24.Td4 mit Blickrichtung nach e4 und Verdoppelungsideen wäre auch nicht schlecht. 24...Txd6 25.Lb4? 25.Lxe5 Txe5 26.Sxd6 Dxd6 27.Dc8+ Df8 28.Dd7 hätte zumindest noch zum Ausgleich abgewickelt, während jetzt Schwarz besser steht. 25...Td3 26.Dxd3 Sxd3 27.Lxf8 Kxf8 Wir überspringen ein paar Züge und schalten uns nach dem Übergang ins Springerendspiel wieder ein:

Verständlicherweise versucht Jeronimo jetzt, die Bauernkette zu sprengen: 35.h4 h5 36.Sh6? 36.Sxe3 fxe3 37.hxg5 war Pflicht. Der e-Bauer wird auch noch gewonnen, und drei Bauern sollten gegen den Springer das Remis halten. 36...Kg7? Zum Glück greift Schwarz nicht zum g-Bauern, denn sowohl 36...g4 mit Bildung zweier verbundener Freibauern als auch 36...gxh4 37.gxh4 (37.gxf4 scheitert an 37...h3 38.Sf5 h2 39.Sg3 h4 40.Sh1 Sf6 nebst ...Sh5-g3) 37...Se5 hätten gewonnen. 37.hxg5 fxg3 38.Sf5+ Kg6 39.Sxg3 Kxg5 40.Sxh5 Ob 40.Ke2 h4 41.Sf1 Kf4 42.Sxe3 Se5 43.Sf1 h3 44.Kf2 Sxf3 45.Se3 verloren oder remis ist, ist mir nicht klar – auf jeden Fall möchte man das in einer wichtigen Partie nicht gern verteidigen. 40...Kxh5 41.Ke2 Kg5 42.Kxe3 Kf5 43.Kd4 Ke6 44.b4?!

44.f4 hätte den folgenden Zug verhindert, und danach hätte Schwarz erst einmal zeigen müssen, wie er das gewinnen will. 44...Se5 45.c5 b5 Beide Spieler gingen offensichtlich davon aus, dass Schwarz nach 45...Sxf3+ 46.Kc4 den Abtausch der letzten Bauern nicht vermeiden kann, aber nach 46...Se5+ 47.Kb5 bxc5 48.Kxc5 (48.bxc5 Kd5 49.Ka6 Sc6 50.Kb5 Sb8) 48...Kd7 49.Kb5 Kc7 50.Ka6 Kb8 51.b5 Sd7 52.a4 Ka8 scheitert 53.a5 offensichtlich am Zwischenmatt, und so wird Weiß langsam, aber sicher mit Hilfe des Zugzwangs zurückgedrängt. 53.Ka5 Kb7 54.Kb4 Kc7 55.Ka5 Sb8 56.Kb4 Kd6 57.Kc4 Sd7 58.Kb4 Kd5 59.Ka5 Sb8 60.Kb4 Kd4 61.b6 (61.Kb3 Kc5 62.Kc3 Sd7 63.Kb3 Sb6 64.a5 (64.Ka3 Kc4 65.a5 Sd5 66.b6 Sxb6) 64...Kxb5 65.axb6 axb6) 61...a6 Aber auch der Textzug sollte zum Gewinn reichen. 46.Ke4 Sc6 47.a3 Se7 Mit 47...a6 48.f4 Se7 49.Kd4 Kf5 war die Zugzwangidee korrekt zu verwirklichen, und nach 50.c6 Sxc6+ 51.Kc5 Se7 52.Kb6 Sd5+ 53.Kxa6 Sc3 überlebt der b-Bauer. 48.Kd4 Sd5 49.Ke4 Sc3+ 50.Kd3 Sd1 Hier vergab Schwarz seine letzte Gewinnchance, die allerdings schon genaue Berechnung erforderte: 50...Sb1 51.a4 bxa4 52.b5 Kd7 53.b6 a6 54.f4 a3 55.Kc2 Sd2 56.f5 a2 57.Kb2 Sb3 58.Kxa2 Sxc5. 51.Kd4 a6 52.f4 Sf2 53.f5+ Kxf5 54.Kd5

Jetzt muss Schwarz schon genau spielen, um wenigstens noch das Remis zu retten. 54...Kf6 55.Kc6 (55.c6 Ke7 56.Kc5 Se4+ 57.Kb6 Sd6 58.Kxa6 Kd8 59.Kb6 Kc8 60.c7 Kd7 61.c8S Kxc8 62.Kc6) 55...Se4 56.Kb7 (56.Kd7 Ke5 57.c6 Sd6) 56...Ke7 57.Kxa6 Sc3 58.Kb7 Sd5 hält das Remis, während nach der Partiefortsetzung 54...Se4? das Grinsen auf den Gesichtern der Heimfans so breit wurde, dass man es wahrscheinlich in der alten Forst gesehen hätte, wenn dort gleichzeitig ein Wettkampf gespielt worden wäre. 55.c6 Sc3+ 56.Kd6 Se4+ 57.Kd7 Sf6+ 58.Kd8 Sd5 59.c7 Sxc7 60.Kxc7 Ke6 61.Kb6 1-0

Prosch,Sebastian (2127) - Müller,Jan Hendrik (2166)
HMM 2014 Landesliga Hamburg (3.3), 24.11.2013

Jan-Hendrik war gut aus der Eröffnung gekommen, aber 16...f6? war nicht die beste Wahl, während sowohl 16...Db4 als auch 16...Dxd4 17.Sxd4 Tb8 völlig akzeptabel wären 17.Dxc5 Sxc5 18.Sd4 Lb7 19.Sb3! Sxb3 20.axb3 Ta8?! (20...fxe5 21.Txe5 Tf5 hätte zumindest noch Gegenspiel angedeutet, während jetzt die schwarze Situation völlig trostlos wird. 21.Sa4 Kf7 22.Sc5 Lc8 23.b4 a4

24.Sxa4?! hat es zu eilig mit dem Bauerngewinn, dabei läuft der ohnehin nicht weg. Wenn überhaupt, dann hätte besser der Turm geschlagen, am überzeugendsten wirkt aber 24.f4, um einfach den Druck aufrecht zu erhalten 24...fxe5 25.Txe5 c5! Und dank der Idee ...Ld7 ist Schwarz wieder im Spiel, wenngleich Weiß nach 26.Tee1 cxb4 27.Sc5 Txa1 28.Txa1 immer noch besser stand. Um den Leser nicht zu langweilen, überspringen wir ein paar Züge und schalten uns im Leichtfigurenendspiel wieder ein:

Mit 44.b3+ unternahm Weiß einen letzten Versuch 44..Kxb3 45.cxd4 Lxf3 46.dxe5 Kc4 47.Ke3 Ld1 Am einfachsten hält 47...Lh5 48.Sd4 Kd5 49.e6 Ke5 remis, wonach Weiß nicht weiterkommt. 48.Sd4 Kd5 49.e6 Kd6 Immer noch wäre 49...Ke5 einfach remis. 50.h3

Und hier gab es die letzte Chance zu 50...Ke5 50...Lh5?? scheitert an 51.Sf5+, und zu allem Unglück ist nicht nur der e-Bauer indirekt gedeckt, sondern der weiße König dringt in die Stellung ein. 51...Kc7 52.Kd4 g4 53.h4 Kd8 54.Ke5, und der Rest ist nicht mehr so spannend 1-0

(HR=Hauke Reddmann und HH=Holger Hebbinghaus, 25.11.2013)

 

SK Marmstorf

4½-3½

St. Pauli 2

1

1

Hebbinghaus,Holger

½ : ½

Jacoby, Gisbert

1

2

2

Hawellek,Jeronimo,Dr.

1 : 0

Wronn,Bernd

3

3

3

Mueller,Jan-Hendrik

0 : 1

Prosch,Sebastian

4

4

4

Mueller,Tobias

½ : ½

David,Torsten

5

5

5

Ramme,Christoph

0 : 1

Wennmann,Torsten

6

6

6

Peschke,Matthias

1 : 0

Knecht,Guntram

9

7

7

Diekmann,Jens

½ : ½

Mueller,Frank

11

8

12

Kolschewski,Tobias

1 : 0

Woynowski,Manfred

16

 

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