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Landesliga 2014/2015

St. Pauli III - SK Marmstorf I 3:5


"Heute ist Musik drin", sagte mir Jan Hendrik vor dem Wettkampf. Natürlich war das eine Anspielung auf die Profession von Andres' Gegner, über den man frei nach Heinz Erhardt sagen kann: mal singt er Bass, mal singt er besser... Tigran war bei St. Pauli als Ersatz für Luis Martin-Sommerfeld aufgeboten worden, der in der ersten Mannschaft aushelfen musste. Bei uns fehlte nur Tobias M., so dass wir endlich mal keinen [Stamm-] Spieler der zweiten Mannschaft einsetzen mussten.

Der Wettkampf begann mit einem kurzzügigen Remis, aber nicht etwa an meinem Nachbarbrett. Dort hatte Holger stattdessen einen Bauern geopfert, um den Entwicklungsrückstand seines Gegners auszunutzen und wenn Holger mal Ernst macht, dann weiß man, dass der Gegner sich warm anziehen muss. Kurz und sehr schmerzlos endete dagegen die Partie von Jens. An den übrigen Brettern tat sich derweil Erfreuliches: Matze kontrollierte das Zentrum, opferte eine Qualität und gewann damit schnell. Nach der Analyse blieben noch gewisse Zweifel an der Korrektheit des schwarzen Spiels, aber der Computer sagt, dass Matze alles richtig gemacht hat (s.u.). Holger gewann den geopferten Bauern zurück und verblieb mit einem gewinnbringenden Angriff. Andres, der in der Eröffnung etwas bedrängt stand, wickelte in ein Endspiel mit Mehrbauern ab. Christoph hatte bequemes Spiel gegen einen Isolani. Am meisten Musik war aber bei demjenigen drin, der dieses Motto vorgegeben hatte: Jan Hendrik hatte voll auf einen Königsangriff gesetzt und dafür zunächst einen Bauern und später auch größeres Material investiert. Mein flüchtiger (und wie so oft nicht gerade objektiver) Blick auf das Brett sagte mir, dass Schwarz das unmöglich würde verteidigen können. Da auch ich mit meiner Stellung zufrieden war, überlegte ich bereits, ob Jens zum Chefgrüßer werden könne. Zu meinem Leidwesen musste ich jedoch feststellen, dass mein Gegner mit einem unscheinbaren Rückzug seiner Dame, den ich überhaupt nicht auf der Rechnung gehabt hatte, eine Qualität gewann. Von da an geriet ich bei dem Versuch, noch etwas Kompensation zu generieren, in Zeitnot und bekam von den anderen Brettern nur noch die Ergebnismeldungen mit. Rainer spielte ebenso wie Andres remis, der im ungleichfarbigen Läuferendspiel seinen Mehrbauern nicht verwerten konnte. Christoph gewann (wie sich später zeigte, sehr sehenswert (s.u.). Jan Hendriks Gegner muss doch noch irgendeine Verteidigung gefunden haben, denn Jan Hendrik geriet in ein Endspiel, in dem ihm der Teil seiner Figurenschar, von dem er sich zuvor so optimistisch getrennt hatte, schmerzlich fehlte. Nach seiner Aufgabe stand es also 4,5:2.5 für uns und als mein Gegner dies und die darob gesunkene Bedeutung unserer Partie für den Ausgang des Wettkampfes erkannte, fügte er sich in die Punkteteilung. Schließlich hatte er noch eine Serie zu verteidigen, denn auch die ersten sechs Partien hatte er schon remis gespielt.

Eine Partie auszuwählen, fällt diesmal schwer, dafür gab es zu viele ansehnliche Momente:


Hebbinghaus - Wolloner

Der schwierigste Teil der Partie ist vorbei. Trotz des materiellen Gleichgewichts kann Schwarz dem Angriff nichts mehr entgegensetzen. Mein Computer sieht Weiß schon mit mehr als 7,5 Bauerneinheiten im plus. Holgers Gegner fand mit 21... f6 einen schnellen Weg, die Partie zu beenden, Holger mit 22. Dxd7 ebenfalls...


Wennmann - M. Peschke

Matzes 13... Txf3! ist sehr stark.
Wenn Weiß auf c6 nimmt, zieht der Turm nach f7 zurück, damit die Dame auf einen Zug des Lc6 den Springer nehmen kann, ohne gefesselt zu werden. Nach 15.Lb5 Dxd5 16. Lc4 Dxg2 17.Lxf7+ Kxf7 gewinnt Schwarz, weil der Turm auf h1 kein sicheres Feld mehr findet.
Der weiße Versuch, sofort den Turm zu nehmen, war aber kein bisschen besser: 14. gxf3 Sd4 15. Dd3 Lf5 16. Dc4 Le6 kostete ihn Haus und Hof.


Schüttler - Ramme

Wie schon erwähnt, kam auch unser dritter Sieg auf sehenswerte Art zu Stande: Mit 39... Txf2! lässt Christoph seinem Gegner die Wahl, ob er sogleich (40. Kxf2 Sg4+) oder einen Zug später (40. Txf2 Dd1+ 41. Kh2 Sg4+) die Dame geben möchte.

Jeronimo (04.03.15)
 
  St. Pauli III 3 - 5 SK Marmstorf
1 21 Wolloner,Thomas 0 : 1 Hebbinghaus,Holger 1
2 23 Kluth,Carsten ½ : ½ Hawellek,Jeronimo,Dr. 2
3 24 Verweyen,Andreas 1 : 0 Mueller,Jan-Hendrik 3
4 25 Schuettler,Thomas 0 : 1 Ramme,Christoph 5
5 26 Neander,Swen ½ : ½ Diekmann,Jens 6
6 27 Wennmann,Thorsten 0 : 1 Peschke,Matthias 7
7 28 Dinckel,Joerg ½ : ½ Schmidt-Brauns,Rainer 8
8 30 Martirosyan,Tigran ½ : ½ Peschke,Andres 13


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